Landes-FDP: Mit dem Landärztegesetz setzen wir auf die Motivation der Mediziner




[image=5e1764c1785549ede64ccd8c]Der FDP-Gesundheitspolitiker Roland Riese sieht durch das Landärztegesetz gute Perspektiven für die Ärzteversorgung in der Fläche. „Die FDP setzt mit dem Gesetz auf die Motivation der Mediziner statt auf verstärkte Gängelung“, sagte Riese in der Aktuellen Stunde im Landtag zum Versorgungsstrukturgesetz. Das Gesetz stärke damit die Selbstverwaltung. Zum ersten Mal seit Jahren gehe es im Gesundheitsbereich damit nicht darum, die Kosten zu dämpfen, sondern um eine bessere Versorgung.

Der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion hob in seiner Rede verschiedene Schwerpunkte des Gesetzes hervor. „Wir verstärken die Anreize für Ärzte, aufs Land zu ziehen. Dabei geht es nicht allein um finanzielle Aspekte. Wir sorgen auch für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und geben den Kassenärztlichen Vereinigungen bessere Steuerungsmöglichkeiten“, sagte Riese. Auch Kliniken sollten in Zukunft mehr Möglichkeiten für ambulante Behandlungen erhalten.

„Man darf in einer Stadt, in der kein Arzt ist, nicht wohnen“, zitierte Riese aus dem Talmud. Seit alters her gehöre die Nähe eines Mediziners zur Grundversorgung. In Niedersachsen habe sich die Gesamtzahl der Ärzte in den vergangenen zehn Jahren zwar regelmäßig erhöht. Ende 2010 habe es mit rund 25.800 Ärzten zehn Prozent mehr Mediziner gegeben als zehn Jahre zuvor. „Gleichwohl könnte in jedem Landkreis Niedersachsens eine ansiedlungswillige Hausärztin schon morgen ihre Kassenzulassung erhalten“, stellte Riese fest. „Hier wollen und werden wir mit dem Landärztegesetz Abhilfe schaffen.“


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