[image=5e17660e785549ede64d042f]Wolfenbüttel. Bürgerfreundlich zeigt sich das "Sozialamt" des Landkreises Wolfenbüttel. Schon seit Mitte letzten Jahres gibt es an den Amtstüren Schilder, die einem Besucher offerieren, dass hinter der Tür ein freundlicher Mitarbeiter sitzt: "Ich bin heute für Sie da", steht da zu lesen. Wie schön, denkt sich der Antragssteller und freut sich.
Im Amt für Arbeit und Soziales wird also gearbeitet, wenn jemand hinter der Tür da ist. Es wird aber nicht gearbeitet, wenn niemand da ist. Ein Schild-Bürger-Streich? Nein ganz und gar nicht: Diese Schilder gehen nach Auskunft der Pressestelle des Landkreises auf eine Initiative des Amtsleiters Thomas Rosenthal zurück, um das bunte Sammelsurium von An- oder Abwesenheitsnachrichten an den Türen zu vereinheitlichen. Keine kleinen bunten Zettelchen mehr, mal selbstklebend, mal mit Klebeband an die Tür geklebt.
[image=5e17660e785549ede64d0430]Bislang gibt es solche Schilder nur im Sozialamt. Ob eine Ausweitung dieser Bürger-Schilder auf das Haupthaus und andere Außenstellen geplant ist, konnte die Pressestelle heute nicht sagen. Die Schilderträger sind selbstklebend und magnetisch. Die Information darauf sinnvoll: "Ich bin für Sie zur Zeit leider nicht erreichbar", steht an der verschlossenen Bürotür. Und es steht dabei, wer für den Dienstleistungsempfänger erreichbar ist. Bleibt nur zu hoffen, das an dessen Tür dann auch "Ich bin heute für Sie da" steht...
Landkreis: Schild-Bürger-Streich oder Bürger-Schilder?
von Marc Angerstein
| Foto: Marc Angerstein

