Mann missbraucht 13-jährige Freundin des eigenen Sohnes

Im Rahmen der Verhandlung vor dem Amtsgericht Wolfenbüttel kamen weitere erschreckende Details ans Licht. Weitere Ermittlungen laufen.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

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Wolfenbüttel. Durch einen Artikel der Braunschweiger Zeitung ist jetzt ein Vorfall publik geworden, der sich am 22. Dezember 2023 in einer Werkstatt in Börßum ereignet hat. Ein Mann wurde verurteilt, weil er die zur Tatzeit 13-jährige Freundin des eigenen Sohnes (17) sexuell missbraucht haben soll. Die Direktorin des zuständigen Amtsgerichtes Wolfenbüttel bestätigt die Sache im Gespräch mit regionalHeute.de.



Der Prozess habe bereits am 1. Juni stattgefunden, berichtet Inka Howorka. Der heute 66-jährige Angeklagte sei wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit Herstellung kinderpornografischen Materials und versuchtem sexuellen Übergriff verurteilt worden. Das Gericht habe die Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten nicht zur Bewährung ausgesetzt, so die Direktorin.

Anwalt hat Berufung eingelegt


Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert. Daher habe der Anwalt Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das Urteil ist daher noch nicht rechtskräftig. Der 66-Jährige befinde sich weiter in Untersuchungshaft, so Inka Howorka.

Doch was war passiert? Howorka zitiert aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft, dass sich am besagten Tage der Mann mit seinem Sohn und dessen Freundin in einer privaten Werkstatt getroffen habe. Es sei reichlich Alkohol getrunken worden. Der Sohn und die damals 13-Jährige seien gemeinsam eingeschlafen. Der Angeklagte habe sich dem Mädchen genähert, ihr die Hose heruntergezogen und den Slip beiseitegeschoben. Dann habe er das Mädchen in Kenntnis ihres Alters im Intimbereich berührt und Fotos davon angefertigt.

Mädchen bekommt Übergriff mit


Anders als der Mann angenommen hatte, habe die 13-Jährige den Übergriff aber mitbekommen und später Anzeige erstattet. Die Bilder seien auf dem Handy des Mannes festgestellt worden.

Staatsanwaltschaft ermittelt


Wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, soll der Mann zudem im Internet KO-Tropfen bestellt haben, um seine Frau zu betäuben und zu vergewaltigen. Auch soll er im Besitz von weiterem kinderpornografischem Material gewesen sein. Inka Howorka teilt dazu lediglich mit, dass dies nicht Teil des genannten Prozesses gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig teilt auf Anfrage mit, dass man wegen des Tatverdachts des unerlaubten Erwerbes von Betäubungsmitteln gegen den Beschuldigten ermittle.

In Sachen Besitz von kinderpornographischem Material verweist man auf die Staatsanwaltschaft Göttingen. Diese ist Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung gewaltdarstellender, pornographischer oder sonst jugendgefährdender Inhalte und als solche auch zuständig im Landgerichtsbezirk Braunschweig.

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