Berlin/Wolfenbüttel. Arbeitssieg der Herzöge in Charlottenburg. Den ersten Korb erzielten zwar die Gastgeber, danach führte nur noch Wolfenbüttel. Ein hartes Stück Arbeit war der 97:85-Erfolg der MTV Herzöge Wolfenbüttel bei der Spielgemeinschaft DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde dennoch.
Dass es dabei nicht noch knapper wurde, lag vor allem an Herzöge-Spielertrainer Demetrius Ward. Der 24-jährige Amerikaner war immer da, wenn er gebraucht wurde und markierte nicht nur 33 Punkte, sondern angelte sich auch noch für einen Guard sensationelle 15 Rebounds.
Aber auch die anderen Herzöge zeigten gegen aggressive und schnelle Berliner (Przydryga 20, Schaffartzik 19) eine solide Leistung. Über 30:23 nach dem 1. Viertel erspielten sie sich zur Halbzeit eine 55:44-Führung, die bis zum Ende des dritten Viertels auf 80:59 ausgebaut werden konnte. Eng wurde es dann erst noch einmal im letzten Viertel als die MTV Herzöge im Gefühl des sicheren Sieges einen Gang zurückschalteten und den Berlinern einige schnelle Korberfolge gelangen.
Als einfachen Pflichtsieg möchte Coach Ward das Spiel jedoch nicht verbuchen: „Auswärtspartien sind immer schwer und Berlin hat hart gespielt, aber wir sind 40 Minuten als Team aufgetreten und hatten tolle Unterstützung durch unsere mitgereisten Fans. Jetzt heißt es die Begegnung schnell abzuhaken, unser ganzer Fokus gilt ab sofort Bernau.“
Mit dem SSV Lok Bernau steht am nächsten Sonntag (Spielbeginn 16 Uhr Lindenhalle) der erste richtige Härtetest auf dem Programm. Die Brandenburger haben bislang nur gegen die noch ungeschlagenen Tigers aus Aschersleben verloren und werden den MTV Herzögen sicher alles abverlangen.

