Wolfenbüttel. Der Kulturstadtverein Wolfenbüttel e.V. präsentiert in einem neuen Buch neue Forschungsergebnisse zur Fürstengruft in der Hauptkirche in Wolfenbüttel. Herausgegeben von Prof. Dr. Christoph Helm sammelt das Buch unter dem Titel „Pietas et Maiestas“ die erstmalige Übersetzung sämtlicher lateinischer Deckelaufschriften der Sarkophage und dokumentiert die Sanierungsarbeiten der Grablege, die im Sommer 2015 beendet wurden.
Passend zum 350. Gedenkjahr an Herzog August, dem am 17.9.1666 verstorbenen Gründer der Herzog August Bibliothek, legt der Kulturstadtverein Wolfenbüttel e.V. den vierten Band seiner Veröffentlichungen vor. Wie Herausgeber Prof. Dr. Christoph Helm erklärt, besteht das neue Buch „Pietas et Maiestas“ aus zwei Hauptteilen. Den ersten Teil bildet die bislang erstmalige Übersetzung sämtlicher lateinischer Deckelaufschriften der Sarkophage in der Fürstengruft. Durch diese Übersetzungen und den Abgleich der verschiedenen Aufschriften sei es auch zu neuen Forschungsergebnissen bezüglich der verstorbenen Herrscherpersönlichkeit gekommen, betont Christoph Helm, der bei dem Buch auch als Autor tätig war. Ganz einfach seien die Übersetzungen allerdings nicht gewesen. Die lateinischen Bezeichnungen von Krankheiten, die seit längerem nicht mehr gebräuchlich sind, starke Abkürzungen von Sätzen und sogenannte "korrupte Stellen", wo die Aufschriften aufgrund von Schäden an der Oberfläche nicht mehr zu erkennen sind, hätten einiges an Nachforschungen nötig gemacht, berichtete Christoph Helm. Ein besonderer Höhepunkt hierbei, so der Herausgeber, sei die Grabaufschrift von Herzog August, die in einer ungewöhnlichen Ausführlichkeit die Bedeutung des Herzogs betone.
Ein zweiter wesentlicher Teil des Buches sei die Dokumentation der in den Jahren 2014 und 2015 durchgeführten Sanierungsarbeiten an den Sarkophagen. Auch anhand von Fotographien und Abbildungen hält das Buch die durchgeführten Arbeiten fest und stellt die wesentlichen Ergebnisse der Sanierung vor. „Pietas et Maiestas“ ist im Buchhandel, in der Tourist Info sowie im Museum Schloss Wolfenbüttel zum Verkaufspreis von 15 Euro erhältlich.
Neue Forschungsergebnisse zur Welfengruft
von Jan Borner
Herausgeber Prof. Dr. Christoph Helm und Pfarrerin Ina Naumann-Seifert vor einem Sarkophag in der Welfengruft. Foto: Jan Borner | Foto: Jan Borner
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