Wolfenbüttel. Mitarbeitende des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel ließen am heutigen Mittwoch um 12.30 Luftballons mit Protestkarten in den Himmel steigen. Bundesweit sollte somit gemeinsam ein Zeichen gegen die von der Bundespolitik geplante „Krankenhausreform“ gesetzt werden.
Stellvertretend für alle werden etwa 30 Mitarbeiter zwischen 13 und 16 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin an der zentralen Protestaktion teilnehmen, zu der über 10.000 Krankenhausmitarbeiter aus der gesamten Bundesrepublik erwartet werden. Um die Aktion vom Städtischen Krankenhaus aus zu unterstützen, haben die Mitarbeitenden unter dem Motto „Wir gehen in die Luft“ insgesamt 100 Luftballons mit Protestkarten in den Himmel steigen lassen, um ein Zeichen gegen die Reform zu setzen und auf deren Unzulänglichkeiten hinzuweisen.
Auf den Karten waren folgende Forderungen zu lesen:
- 500 Millionen Euro Zuschlag - statt die Streichung
- volle Personalkostendeckung für Tariflöhne - statt Deckelung
- leistungsgerechte Entgelte - statt überzogene Preisabschläge
- mehr Personal - statt mehr Produktivität
- mehr Zeit für die Patienten - statt für Bürokratie und MDK
- mehr Investtitionsmittel - statt noch mehr Sanierungsstau
- kostendeckende Notfallentgelte - statt defizitäre Notfallambulanzen

Die Physiotherapeutinnen begrüßen die Aktion. Sonja Blume: "Eine lustige und sinnvolle Aktion" Kristina Blume: "Hoffentlich bringt es was." Foto:
Hochwertige Versorgung der Bevölkerung soll im Mittelpunkt stehen
Die Krankenhäuser fordern mit ihrem bundesweiten Aktionstag die Politik auf Bundes- und Landesebene eindringlich auf, mit der Reform eine vollständige Finanzierung der Personal- und Sachkosten der Krankenhäuser sowie eine auskömmliche Finanzierung der Investitionen zu schaffen, um so eine qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung mit stationären Krankenhausleistungen sicher zu stellen, so die Medienbeauftragte des Klinikums.


