Streit ums Safari-Freizeitland: So reagiert die Verwaltung

Das sagt die Stadt zu den Vorwürfen des Schaustellers. Rechtliche Schritte könnten folgen. Der Bürgermeister sichert derweil Unterstützung zu.

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Auf der "Hundewiese" am Exer wollte Franks Safari-Freizeitland seine Zelte im Juli aufschlagen. Daraus wird nichts (Archivbild).
Auf der "Hundewiese" am Exer wollte Franks Safari-Freizeitland seine Zelte im Juli aufschlagen. Daraus wird nichts (Archivbild). | Foto: Matthias Kettling

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Wolfenbüttel. Der Streit zwischen der Schausteller-Familie Frank und der Wolfenbütteler Stadtverwaltung ist im Rathaus jetzt ein Stück weiter aufgearbeitet worden. Wie regionalHeute.de berichtete, hatte Gino Frank, Betreiber des Frank Safari-Freizeitlandes, der Stadt unter anderem eine willkürliche Schikanierung seines Betriebs vorgeworfen. Deswegen sei sein mobiler Freizeitpark nicht wie geplant im Juli auf der Hundewiese am Exer-Gelände vertreten. Die Stadt weist sämtliche Vorwürfe zurück und kündigt ihrerseits rechtliche Schritte an.



Die Fläche am Exer gehört einer Privatperson – doch solche Grundstücke könne Frank nicht mehr für seine Fahrgeschäfte anmieten, da private Verpächter von der Stadtverwaltung unter Druck gesetzt würden. So lautete der Vorwurf. Am Telefon sagte der Eigentümer der Fläche gegenüber regionalHeute.de, dass er keine Aussage abgeben werde.

Stadt Wolfenbüttel "mischt sich nicht in private Pachtverhältnisse ein"


Die Stadt Wolfenbüttel bezieht derweil inzwischen eindeutig Stellung. So lässt die Verwaltung auf Nachfrage unserer Redaktion jetzt mitteilen: "Die Korrespondenz von Herrn Frank haben wir zur Kenntnis genommen. Die darin erhobenen Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage und entsprechen nicht den Tatsachen." Frank habe demnach vor etwa zwei Wochen telefonisch den Kontakt zur Verwaltung gesucht, da ihm die Fläche am Exer nicht mehr zur Verfügung steht. "Seine Behauptung, die Stadt habe dem privaten Verpächter die Nutzung untersagt, ist falsch. Wir haben sowohl Herrn Frank als auch den Pächter darüber informiert, dass sich die Stadt grundsätzlich nicht in private Pachtverhältnisse einmischt", heißt es in der Stellungnahme aus dem Rathaus.

Auch auf die Kritik, die Stadt würde der Familie Frank keine ihrer eigenen Plätze mehr zur Verfügung stellen, reagiert die Verwaltung. Das stimmt, hat aber auch seine Gründe – so in etwa lautet der Tenor. Schon seit 2018 bestehe ein entsprechender Beschluss des städtischen Verwaltungsausschusses. Die Entscheidung habe das Gremium getroffen wegen "wiederholter Verstöße gegen Genehmigungsauflagen, der Nichteinhaltung von Absprachen sowie der mangelhaften Wiederherstellung genutzter Flächen."

Bestimmte Flächen – beispielsweise Harztorplatz und Monplaisir – seien aus naturschutzrechtlichen Gründen von vorneherein ausgeschlossen. Das betreffe alle Veranstalter gleichermaßen. Die von Frank geäußerten "Vorwürfe der Willkür und Diskriminierung" weise die Stadt daher entschieden zurück. Eine vom Schausteller ausgesprochene Dienstaufsichtsbeschwerde sei zudem haltlos. Die Stadt distanziere sich auch ausdrücklich von den Unterstellungen einer Ungleichbehandlung aus ethnischen oder religiösen Gründen.

Außerdem erklärt die Stadt, es sei in der Vergangenheit zu massiven Beleidigungen gegenüber städtischen Mitarbeitern und anderen Behörden gekommen. Unter anderem sei einem Mitarbeiter persönliche Bereicherung unterstellt und die Stadtverwaltung sei der „Abzocke“ bezichtigt worden.

Stadt kündigt strafrechtliche Prüfung an


Darüber hinaus kündigt die Verwaltung weitere Schritte an. Franks Vorgehen – offener Brief, wiederholte Beiträge in den sozialen Medien – habe den Ruf der Stadt geschädigt, Mitarbeiter seien falsch beschuldigt worden. Die Konsequenz: "Wir behalten uns natürlich eine strafrechtliche Prüfung seiner Aussagen vor", heißt es in der Stellungnahme.

Lukanic sichert Frank Unterstützung zu


Diplomatisch in der Sache zeigt sich derweil Wolfenbüttels Bürgermeister Ivica Lukanic. Auf seinem Tiktok-Profil äußerte er sich zu der Thematik. "Ich bedauere sehr, wenn ein solches Freizeitangebot nicht stattfinden kann", erklärt Lukanic dort und bietet an: "Wenn der Betreiber eine geeignete private Fläche findet, unterstützen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten gern bei den erforderlichen Abstimmungen und Prüfungen."

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