Wolfenbüttel. Die heiße Phase der Kommunalwahl ist noch in vollem Gange, da laufen in der Politik schon die Vorbereitungen auf die Niedersächsische Landtagswahl im kommenden Jahr. Für die CDU könnte dabei Marc Angerstein für den Wahlkreis Wolfenbüttel-Nord ins Rennen geschickt werden. Dafür sprechen sich gleich mehrere prominente Köpfe bei den Christdemokraten aus, wie diese in einer Pressemitteilung vom heutigen Donnerstag bekannt geben.
Besonderes Gewicht erhält der Vorschlag durch die Unterstützung des CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Reza Asghari sowie des zuletzt amtierenden CDU-Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg. Auch der Fraktionsvorsitzende im Kreistag Michael Wolff, der Wolfenbütteler Stadtverbandsvorsitzende Andreas Meißler, die Wolfenbütteler Bürgermeisterkandidatin Kerstin Glier, Kreisvorstandsmitglied Dr. Albrecht Stalmann sowie das CDU-Urgestein Elke Großer sprechen sich dafür aus, dass Angerstein für die Christdemokraten im Wahlkreis Wolfenbüttel-Nord antritt. Dieser umfasst das Gebiet der Stadt Wolfenbüttel, die Gemeinde Cremlingen und die Samtgemeinde Sickte.
Angersteins kommunalpolitische Erfahrung soll Vorteil bringen
Die Niedersächsischen Landtagswahlen finden regulär alle fünf Jahre statt, zuletzt 2022. Das Direktmandat des Wahlkreises gewann damals Jan Schröder von der SPD, der ebenso wie Angerstein im Rat der Stadt Wolfenbüttel kommunalpolitisch aktiv ist. Für die Unterstützer Angersteins steht insbesondere diese Verbindung zwischen kommunaler Erfahrung und Landespolitik im Mittelpunkt. So heißt es in der Pressemitteilung: „Entscheidungen im Niedersächsischen Landtag über kommunale Finanzen, Verkehr, Bildung, Wirtschaft oder öffentliche Sicherheit bestimmen maßgeblich mit, welche Handlungsmöglichkeiten Städte und Gemeinden vor Ort haben. Wolfenbüttel braucht eine starke und verlässliche Vertretung im Landtag. Marc Angerstein kennt die Stadt und die Gemeinde Cremlingen und die Samtgemeinde Sickte, ihre Menschen und die kommunalpolitischen Herausforderungen aus erster Hand.“
Angerstein war bislang zwei Perioden im Rat der Stadt Wolfenbüttel und ist dort seit 2021 Vorsitzender der CDU-Fraktion. Gleichzeitig ist er Ortsbürgermeister von Fümmelse. Beruflich arbeitet der gebürtige Wolfenbütteler als Geschäftsführer, Journalist, Moderator und Medientrainer.
Ehrenvorsitzender und Bundestagsabgeordneter sprechen sich für Angerstein aus
Bei der nun möglichen Kandidatur für den Landtag ist vor allem die Unterstützung des CDU-Ehrenvorsitzenden Frank Oesterhelweg auffällig. Diese kann man sicherlich als starkes Signal werten. Der Christdemokrat gehörte von 2002 bis 2022 dem Niedersächsischen Landtag an und prägte die CDU-Politik in Wolfenbüttel und im Braunschweiger Land über viele Jahre. Er war unter anderem Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und langjähriger CDU-Kreisvorsitzender in Wolfenbüttel.
„Marc Angerstein weiß, wo der Stadt Wolfenbüttel und ihren Nachbargemeinden der Schuh drückt. Er kennt Kommunalpolitik nicht aus Aktenvermerken, sondern aus der täglichen Arbeit vor Ort. Diese kommunale Erfahrung, verbunden mit seiner beruflichen Erfahrung und seiner Verwurzelung in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel, bietet beste Voraussetzungen, um die Interessen unserer Heimat auch auf Landesebene erfolgreich zu vertreten“, wird Frank Oesterhelweg in der Pressemitteilung zitiert.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reza Asghari ergänzt: „Wolfenbüttel steht vor großen Herausforderungen. Deshalb braucht unsere Region eine starke Stimme im Land, die die Verhältnisse vor Ort sehr gut kennt und weiß, welche Auswirkungen Landespolitik in einer Stadt wie Wolfenbüttel tatsächlich hat. Wir sprechen uns deshalb aus voller Überzeugung für Marc Angerstein als Kandidaten für die Landtagswahl 2027 aus.“
Mitglieder entscheiden über Vorschlag im parteiinternen Verfahren
Der Vorschlag der Angerstein-Unterstützer soll das demokratische parteiinterne Verfahren eröffnen, das bis Oktober abgeschlossen sein muss, heißt es. Über die Aufstellung von Marc Angerstein für den Wahlkreis Wolfenbüttel-Nord würden die hierfür zuständigen Parteigremien und Mitglieder der CDU nach den vorgesehenen Verfahren entscheiden. Innerparteiliche Gegenkandidaten sind derweil öffentlich nicht bekannt.
Transparenzhinweis: Angerstein ist Geschäftsführer der Medien für die Region GmbH, zu der auch regionalHeute.de gehört. In die redaktionelle Arbeit ist Angerstein nicht eingebunden.

