Vorbereitungskurs für Sterbebegleitung startet: Noch Plätze frei

Der Hospizverein Wolfenbüttel freut sich über eine rege Beteiligung an dem Kurs.

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Symbolbild. | Foto: Pixabay

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Wolfenbüttel. Die eigene Endlichkeit – gar Sterben und Tod – sind Themen, die in unserer Gesellschaft allzu gern verdrängt werden. Aber im Ernstfall gibt es dafür Unterstützung. „Keiner kommt allein auf die Welt. Muss es da nicht selbstverständlich sein, Menschen auch auf ihrem letzten Lebensweg Begleitung und Beistand zu geben?“, sagt Lone Dueholm-Jeschke, eine der Sterbebegleiterinnen des Hospizvereins Wolfenbüttel. 40 Ehrenamtliche stellen sich dieser Aufgabe in Stadt und Landkreis. Sie begleiten schwerkranke und sterbende Menschen dort, wo sie leben: zu Hause oder in einem Seniorenheim, manchmal auch in einem Klinikum oder im Hospiz. Begleiten heißt vor allem: da sein, zuhören, wahrnehmen, was den Menschen wichtig ist. Und oft auch: ihnen in ihren Ängsten beistehen, An- und Zugehörige entlasten. Im September startet in Wolfenbüttel ein Vorbereitungskurs auf die ehrenamtliche Arbeit als Sterbebegleiter. Auch Berufstätige können sich hier anmelden. Der Hospizverein Wolfenbüttel freut sich über rege Beteiligung an dem Kurs, wie er in einer Pressemitteilung berichtet.


Was sind das für Menschen, die sich im Hospizdienst engagieren? Eva Reuleke, eine der Koordinatorinnen des Vereins, stellt fest: „Viele von ihnen haben Erfahrungen mit schwerer Krankheit und Sterben in der Familie oder im Freundeskreis gemacht. Für sie ist das Sterben ein Teil des Lebens. Sie schenken Zeit und Nähe, damit Menschen auf ihrem letzten Lebensweg Wertschätzung erfahren und in Würde Abschied nehmen können.“
Immer noch denken bei Hospizarbeit viele zunächst an ein stationäres Hospiz. Aber die ambulante Begleitung ist viel häufiger und wird zunehmend bekannter. Und so wächst auch der Bedarf an weiteren Ehrenamtlichen. „Vor allem darf auch die Männerquote aufgestockt werden!“ In Wolfenbüttel beginnt im September ein neuer Vorbereitungskurs für Sterbehelferinnen und Sterbehelfer. Hier geht es weniger um Wissensvermittlung, sondern vor allem um Reflexion und Selbsterfahrung. Zu den Themen gehören Wahrnehmung und Achtsamkeit, verbale und nonverbale Kommunikation, Demenz, häufige Krankheitsbilder und nicht zuletzt auch spirituelle Fragen. Je intensiver man sich mit sich selbst auseinandersetzt, umso authentischer kann man auf die Sorgen und Ängste Sterbender reagieren. Oft ist auch die kundige Begleitung für die Familie und Zugehörige gefragt.

Der Kurs findet an sieben Wochenenden und an einzelnen Abenden statt und ist daher auch für Berufstätige geeignet. Es sind noch einige wenige Plätze frei. Wer Interesse hat, wird gern ausführlich informiert und zu einem gegenseitigen Kennenlerngespräch eingeladen. Kontaktaufnahme über: info@hospizverein-wf.de oder Telefon 05331 9004146 zu den Bürozeiten montags 16 bis 18 Uhr sowie dienstags bis donnerstags 10 bis 12 Uhr.