Wolfenbüttel/Braunschweig. Nachdem sowohl die öffentliche Beteiligung als auch die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange abgeschlossen sind, sind beim Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) rund 1.400 Stellungnahmen zum Windenergieverfahren eingegangen. Gemessen an der Anzahl der Bürgerinnen und Bürger, die unmittelbar von einer der geplanten neuen oder erweiterten 53 Windflächen im Verbandsgebiet betroffen seien, mache das rund 1% aus, erläutert Erster Verbandsrat Jens Palandt.
Unter den Stellungnahmen gebe es zwar deutlich mehr Einwände gegen neue Fläche, dennoch enthielten rund ein Viertel der Stellungnahmen fachliche Hinweise zum Planungskonzept oder zu einzelnen Standorten. Ebenso gebe es auch Forderungen nach einer größeren Ausweisung von Windenergievorrangflächen.
Generell sind die Stellungnahmen auf das gesamte Gebiet des ZGB verteilt, drei Kristallisationspunkte seien indes auszumachen: zu den Potenzialflächen in Süpplingen, Ingeleben (beides Landkreis Helmstedt) und Ahlum/Dettum (Landkreis Wolfenbüttel) hätten sich besonders viele Bürgerinnen und Bürger gegen die Flächen geäußert, erklärt der Verbandsrat.
Besonders aktiv waren während des gesamten Verfahrens die Betroffenen in Ahlum und Dettum. Hier hatte die Verwaltung bereits weit im Vorfeld der öffentlichen Beteiligung rund 500 Eingaben erhalten, die Wünsche, Ängste, Forderungen oder Kritik aber auch Zustimmung zum Planungskonzept enthielten.
In den nächsten Monaten werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZGB alle Stellungnahmen auswerten und abwägen, ob und inwieweit Änderungen am Planungsentwurf vorgenommen werden müssen. Anschließend erfolgt die gesetzlich vorgesehene Erörterung der wesentlichen Einwendungen.
Das Windverfahren ist vor dem Hintergrund des Atomausstiegs und den Zielsetzungen beim Klimaschutz ein wichtiger Baustein der im Großraum Braunschweig - auch im regionalen Kontext - zu gestaltenden Energiewende. Das Windenergieprojekt ist eingebunden in eine mittel- bis langfristig ausgerichtete Strategie des Umbaus der Energieversorgung. Die fachlichen Grundlagen dafür wurden u.a. im Regionalen Energie- und Klimaschutzkonzept für den Großraum Braunschweig erarbeitet.

