"Wir haben es satt": Wolfenbütteler demonstrieren in Berlin


| Foto: BUND 2015

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen



Wolfenbüttel/ Berlin. Rund 50 Teilnehmer aus Wolfenbütteler Umweltverbänden und verschiedenen Initiativen demonstrierten in Berlin auf der bundesweiten Großkundgebung "Wir haben es satt", die einen Kontrapunkt zur gleichzeitigen Internationalen Grünen Woche in Berlin setzen will.

Für die Anreise hatten das "Slowfood Convivium Braunschweiger Land" und der "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)" einen Bus organisiert. "Leidende Nutztiere und einen Ausverkauf unserer Natur durch die zunehmende Industrialisierung der Agrarbranche wollen wir nicht hinnehmen. Tierschutz, Naturschutz und fairer Handel müssen endlich in Deutschland und weltweit mehr Bedeutung in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion bekommen. Dafür machen wir uns stark", erläutert Olaf Dalchow, Kreisvorsitzender im Wolfenbütteler BUND den Ansporn der Reisegruppe.

In Berlin dabei waren unter anderen auch Mitglieder des Weltladens, die für einen faireren Welthandel auf die Straße gingen, während Vertreter der Solidarischen Landwirtschaft Dahlum (SoLaWi) ihr Modell für engere und fairere Verbraucher-Erzeuger-Beziehungen demonstrierten. Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung aus dem Landkreis demonstrierten
für stärkere Tierschutzstandards in der Fleischerzeugung. Viele der mitgereisten Aktivisten warnten in Berlin aber auch vor den weitreichenden Konsequenzen des geplanten Freihandelsabkommens mit den USA (TTIP). Sie befürchten eine Absenkung der höheren europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards. Zusammen mit 50.000 aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Demonstranten in Berlin konnten sie alle ein starkes Zeichen für eine notwendige Agrarwende in Deutschland setzen. "Über die starke Beteiligung aus dem Wolfenbütteler Land freuen wir uns sehr. Wir nutzen diese Busreise auch immer um regionale Netzwerke zu stärken", resümierte Dalchow. Gefreut haben sich die Aktivisten auch über die Unterstützung mit Busverpflegung durch Richters Altstadtbäckerei in Wolfenbüttel.