Wolfenbütteler Tafel-Mitarbeiter besuchen Akademie in Berlin


Engagiertes DRK-Team (von links): Juliane Liersch, Denise Smyczek, Bärbel Panning, Evelin Ehlert, Ursula Mackens, Jessica Spranger, Ursula Pflug und Susanne Smyczek in Berlin. Foto: DRK
Engagiertes DRK-Team (von links): Juliane Liersch, Denise Smyczek, Bärbel Panning, Evelin Ehlert, Ursula Mackens, Jessica Spranger, Ursula Pflug und Susanne Smyczek in Berlin. Foto: DRK

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06.12.2016

Wolfenbüttel. Acht Mitarbeiterinnen der Wolfenbütteler Tafel und der Ausgabestelle in Schladen haben für ein Wochenende die Tafel-Akademie besucht. Bei einer Tagung ging es dort um das Thema „Flucht und Asyl“.



„So hatten wir dort die Möglichkeit, andere Tafeln und die Menschen dahinter kennenzulernen“, erzählt Juliane Liersch vom Präsidium des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Die wenigsten deutschen Tafel seien in DRK-Trägerschaft, habe sie dabei festgestellt. Viele neue Ansatzpunkte und Ideen gab es von den zahlreichen anderen Tafel-Mitarbeitern. „Es war schön, das eigene Blickfeld auf diese Weise erweitern zu können“, sagt Liersch.

Auch für den Zusammenhalt der Wolfenbütteler und Schladener Mitarbeiter, die stets neue ehrenamtliche Unterstützer und Bundesfreiwilligendienst-Engagierte für die Tafel suchen, sei es eine gute Aktion gewesen. „So sind wir noch stärker als Team zusammen gewachsen“, betont Liersch. Zudem habe das Treffen in Berlin alle in ihrem Tun bestätigt: „Es ist nochmal deutlich geworden, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für unsere Gesellschaft und die Integration von Flüchtlingen ist“, sagt Jessica Spranger von der Schladener Ausgabestelle der Wolfenbütteler Tafel.

In Workshops vor Ort haben die Vertreterinnen aus Wolfenbüttel viele Beispiele guter Integration kennengelernt. In diesen Fällen sind Flüchtlinge nicht nur Abholer bei Tafeln, sondern engagieren sich selbst ehrenamtlich im Tafel-Betrieb. Am meisten beeindruckt habe Spranger ein Syrer, der davon berichtete, dass er nach Syrien zurückgehen wolle, sobald dort Frieden herrscht - "sein Ziel in der Heimat: Er will dort eine Tafel gründen".

Es wurden aber auch Probleme angesprochen. Sprachliche Barrieren, Ängste auf beiden Seiten. Zudem gab es viele Hintergrund-Informationen zu Fluchtgründen, einzelnen Flucht-Schicksalen und derzeitigen Asyl-Anträgen. „Für uns ist klar, dass wir in zwei Jahren bei der nächsten Tagung der Tafel-Akademie wieder dabei sein werden. Außerdem wollen wir jetzt auch mehr Schulungen bei uns vor Ort anbieten“, sagt Liersch. So gibt es im Februar ein Rotkreuz-Einführungsseminar für alle Tafel-Mitarbeiter.


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