Wolfenbüttel. Am 20. Mai referierte Jannika Froch von der Fair-Handels-Organisation El Puente über die Kooperation mit den Produzenten vor Ort. Die Werkstatt Solidarische Welt e.V., Trägerverein des Weltladens Wolfenbüttel, hatte ins Gemeindehaus von St. Trinitatis eingeladen.
Der Verein arbeitet schon lange mit El Puente zusammen, hat das Lager mehrfach besucht und sich in Seminaren über einzelne Produktgruppen informiert. "Die Produzenten sind Handelspartner, nicht einfach Lieferanten“, erklärte Jannika Froch. Der Preis werde gemeinsam mit ihnen ausgehandelt und nicht diktiert. Wichtig sei auch die langfristige Handelsbeziehung, die Planungssicherheit gewährleiste. Es ginge um eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Über die im fairen Handel gezahlte zusätzliche Prämie werde zum Beispiel innerhalb der Kooperativen abgestimmt. "Sie wissen selbst am besten, was vor Ort gebraucht wird“, sagte sie. Missbrauch von Geldern könne man nie ganz ausschließen, sei aber durch Besuche vor Ort und durch den Direktkontakt erkennbar. Weltläden und Aktionsgruppen, die es zum Beispiel oft in Kirchengemeinden gibt, seien nach wie vor die größten Abnehmer von Waren aus fairem Handel. Die 17 Teilnehmer erhielten viele Informationen für die weitere Arbeit.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe
| Foto: Manfred Kracht
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