Wolfsburg. Wenn Schulen in die Schlagzeilen geraten, hat dies selten etwas Gutes zu bedeuten: Vandalismusschäden, gefakte Amokalarme oder zuletzt der Bericht über den Anstieg der Gewalt gegen Lehrkräfte. In Wolfsburg hat die Stadt sogar eine bemerkenswerte Konsequenz gezogen.
Die Braunschweiger Zeitung hatte Anfang dieser Woche berichtet, dass an zwei Wolfsburger Schulen ein Sicherheitsdienst im Einsatz ist. Am Schulzentrum Westhagen seit zwei Jahren, an der Gesamtschule in Kreuzheide seit den Osterferien. Auf Anfrage von regionalHeute.de bestätigt die Stadt lediglich, dass ein Sicherheitsdienst eingesetzt wird, nennt aber keine Details.
Erhebliche Schäden verursacht
Zu den Gründen für den Einsatz des Sicherheitsdienstes äußert sich Ralf Schmidt, Pressesprecher Stadt Wolfsburg, folgendermaßen: "Die Stadt Wolfsburg ist im Rahmen der Schulträgerverantwortung für die Schulgebäude und die Außenflächen verantwortlich, damit für die Schülerinnen und Schüler gute Bildungsstandorte bereitgestellt werden können. Diese Verantwortung wird durch Personen beeinträchtigt, die die städtischen Bildungsorte massiv geringschätzen, erhebliche Schäden verursachen und damit dazu beitragen, dass der Schulunterricht gestört wird und öffentliche Finanzmittel für die Schadensbeseitigung eingesetzt werden müssen, die besser zum Wohle der Allgemeinheit an geeigneterer Stelle eingesetzt werden sollten."
Um diese Störungen möglichst zu verhindern und die Betriebsbereitschaft der Schulen sicherzustellen, sei es an verschiedenen Standorten erforderlich geworden, einen externen Sicherheitsdienst bedarfs- und wirkungsorientiert unter Berücksichtigung der üblichen Faktoren einzusetzen, betont der Pressesprecher.
"Informationsvorteil für Schadensverursacher"
Doch an welchen Schulen der Sicherheitsdienst zum Einsatz kommt, wie oft und zu welchen Zeiten, dazu äußert man sich nicht. "Von einer Veröffentlichung der Details zum Beispiel zu Orten oder Einsatzzeiten muss verständlicherweise abgesehen werden, um den potenziellen Schadensverursachern keinen Informationsvorteil zu liefern. Da bitten wir um Verständnis", so Schmidt abschließend.

