Wolfsburg. Die Stadt Wolfsburg übernimmt zum 1. Juni 2026 den Betrieb des Friedhofs im Ortsteil Neindorf. Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung vom heutigen Dienstag. Der Rat der Stadt Wolfsburg hat die Übernahme der bisherigen kirchlichen Trägerschaft beschlossen. Künftig wird der Friedhof durch den städtischen Geschäftsbereich Grün betreut.
Für die Bürger in Neindorf bleibe der Friedhof damit als zentraler Ort des Erinnerns und Abschieds erhalten. Auch die bisherigen Regelungen und Gebühren bleiben zunächst bestehen, so die Stadt. Ziel der Stadt sei es, den Übergang für Angehörige und Nutzungsberechtigte möglichst unkompliziert zu gestalten.
Bedeutung für den Ortsteil
„Für die Menschen vor Ort soll sich möglichst wenig verändern. Der Friedhof bleibt der vertraute Ort, den die Neindorferinnen und Neindorfer kennen. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass Pflege, Unterhaltung und Verwaltung langfristig verlässlich organisiert sind“, erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Gerade in Zeiten des Abschieds wünschen sich Angehörige vor allem Verlässlichkeit und klare Ansprechpartner. Genau das können wir mit der Übernahme gewährleisten. Der Friedhof bleibt ein gepflegter und würdevoller Ort für Trauer und Erinnerung – und gleichzeitig Teil eines starken städtischen Friedhofsverbundes“, sagt Erster Stadtrat und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide.
Auch die Evangelisch-lutherische Kirche begrüßt die gefundene Lösung. „Ein Friedhof ist ein sensibler Ort, an dem Trauer, Erinnerung und Gemeinschaft zusammenkommen. Deshalb freut es uns, dass gemeinsam mit der Stadt eine Lösung gefunden wurde, die den Friedhof in Neindorf langfristig sichert und den Menschen Kontinuität gibt“, betont Superintendent Christian Berndt.
Schrittweise Eingliederung
Der Friedhof in Neindorf verfügt über eine eigene Kapelle und wird seit vielen Jahren von Bürgern des Ortsteils genutzt. Die Übernahme erfolgt analog zu bereits umgesetzten Trägerschaftswechseln in anderen Wolfsburger Stadt- und Ortsteilen wie Vorsfelde, Rothenfelde und Heßlingen. Einmalige Übertragungskosten entstehen der Stadt Wolfsburg nicht. Zudem würden Rücklagen der Kirchengemeinde in Höhe von rund 35.000 Euro an die Stadt übertragen.
Der Friedhof soll schrittweise in die Abläufe des städtischen Friedhofswesens integriert werden. Dabei stünden vor allem eine verlässliche Pflege, ein bürgernaher Service und der langfristige Erhalt der Anlage im Mittelpunkt.

