Wolfsburg. Das Referat Strategisches Bildungsmanagement der Stadt Wolfsburg startet ein neues Pilotprojekt, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf Stadtteilebene zu stärken. In den beiden Ortsräten Mitte-West sowie Fallersleben/Sülfeld wurden laut einer Pressemitteilung der Stadt jetzt erstmals Kinderbeauftragte eingesetzt. Das Projekt wird von der Kinderbeauftragten der Stadt begleitet und läuft bis Mai 2027.
Zum Auftakt lud die städtische Kinderbeauftragte Katrin Dedolf die neu ernannten Kinderbeauftragten Sandra Jördens (Mitte-West) und Viktor Stuckert (Fallersleben/Sülfeld) zu einem ersten Treffen ein. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Rechte von Kindern und Jugendlichen, ihre Beteiligungsmöglichkeiten sowie die Rolle der Kinderbeauftragten in den Ortsräten. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen eine stärkere Stimme zu geben – besonders bei Entscheidungen, die ihren Stadtteil direkt betreffen.
Kinderrechte auf lokaler Ebene
„Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gehört zu werden – auch auf lokaler Ebene. Mit den Kinderbeauftragten schaffen wir feste Ansprechpersonen in den Ortsräten und ermöglichen echte Beteiligung vor Ort“, betont Katrin Dedolf. „Ich freue mich sehr über das Engagement der neuen Kinderbeauftragten und die Zusammenarbeit im Pilotprojekt.“
Die Kinderbeauftragten sind Bindeglied zwischen jungen Menschen, Politik und Verwaltung. Sie setzen sich dafür ein, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen bei Planungen und Vorhaben berücksichtigt werden. Gleichzeitig machen sie auf Kinderrechte aufmerksam und fördern die aktive Mitgestaltung junger Menschen.
Beide Kinderbeauftragten haben bereits erste Ideen für die Pilotphase. Sandra Jördens, (Mitte-West), erklärt: „Kinder und Jugendliche erleben ihren Stadtteil jeden Tag ganz unmittelbar. Deshalb ist es wichtig, ihnen zuzuhören, ihre Perspektiven ernst zu nehmen und Beteiligung konkret vor Ort zu ermöglichen. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Verwaltung neue Wege der Mitgestaltung in Mitte-West zu entwickeln: Ich möchte die Nice-Diele und Das West als Orte der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Gestaltens für Kinder und Jugendliche nutzen."
„Mir geht es darum, scheinbar Selbstverständliches endlich konsequent umzusetzen, damit unser Stadtteil für Kinder sicherer und lebenswerter wird. Deshalb möchte ich direkt mit Kindern ins Gespräch kommen – in Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen. Ihre Anregungen, Wünsche und Sorgen müssen bei der Entwicklung unserer Ortsteile stärker berücksichtigt werden. Das ist für mich nicht nur ein politisches Anliegen, sondern eine echte Herzensangelegenheit“, erklärt Viktor Stuckert (Fallersleben/Sülfeld).
Pilotprojekt: Kinderfreundliche Kommunen
Das Pilotprojekt wurde von der städtischen Kinderbeauftragten im Rahmen des Vorhabens Kinderfreundliche Kommunen initiiert und wird von ihr während der gesamten Laufzeit fachlich begleitet. Die während der Pilotphase gewonnenen Erfahrungen sollen genutzt werden, um die Strukturen der Kinderbeteiligung langfristig weiterzuentwickeln und gegebenenfalls auf weitere Ortsräte zu übertragen.

