Ein neues Verkehrskonzept soll die Wolfsburger Innenstadt aufwerten

Zentrale Bereiche der Innenstadt sollen gestalterisch aufgewertet, fußgängerfreundlicher entwickelt und stärker als attraktive Aufenthalts- und Begegnungsräume erlebbar werden.

Symbolbild
Symbolbild | Foto: Axel Otto

Wolfsburg. Die im Verkehrskonzept Innenstadt aufgestellte Mobilitätsstrategie soll als Grundlage für die weitere Innenstadtentwicklung dienen. In dem Papier sind strategische Zielsetzungen, Vorrangrouten für alle Verkehrsarten, Erschließungskonzepte und Maßnahmen definiert, die als planerischer Rahmen für die Umsetzung bevorstehender Stadtplanungsprojekte gelten sollen und bei allen weiteren Planungen im öffentlichen Raum zu berücksichtigen sind. Das berichtet die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung.



Wichtig sei, dass das Verkehrskonzept zeitgleich mit dem städtebaulichen Konzept für den Nordkopf erarbeitet wurde und die beauftragten Fachbüros beide Konzepte aufeinander abgestimmt haben. In seiner Sitzung im Juni wird der Rat der Stadt sowohl über das Verkehrskonzept Innenstadt als auch über das städtebauliche Konzept Nordkopf entscheiden.

Neue Qualitäten im öffentlichen Raum


„Mit dem Verkehrskonzept Innenstadt schaffen wir die Grundlage dafür, dass unsere Innenstadt künftig noch stärker zu einem Ort wird, an dem Menschen sich gerne aufhalten. Es geht darum, neue Qualitäten im öffentlichen Raum zu ermöglichen: mehr Grün, attraktive Bereiche für Gastronomie, sichere und angenehme Wege sowie Räume, in denen auch Kinder und Familien Platz finden. Unser Ziel ist eine Innenstadt, die gut erreichbar bleibt und zugleich mehr Möglichkeiten zum Verweilen, Begegnen und Erleben bietet“, betont Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

Das Verkehrskonzept untersucht die Voraussetzungen, um die Verbindung zwischen Designer Outlets und Innenstadt zu verbessern und die Fußgängerzone zu erweitern. Dadurch sollen zentrale Bereiche der Innenstadt gestalterisch aufgewertet, fußgängerfreundlicher entwickelt und stärker als attraktive Aufenthalts- und Begegnungsräume erlebbar werden. Ziel ist es, mehr Raum für Aufenthalt, Grün, Bewegung und urbane Nutzungsvielfalt zu schaffen.

Straßen werden neu geordnet


Hierfür werden die Straßen „Willy-Brandt-Platz“, „An der Vorburg“ und die Heßlinger Straße oberhalb des Tunnels neu geordnet. In diesen Bereichen treffen unterschiedliche Mobilitätsformen, Wegebeziehungen und Nutzungsansprüche aufeinander, die künftig besser aufeinander abgestimmt werden sollen. So entstehen neue Spielräume, um die öffentlichen Räume qualitätsvoller zu gestalten und die Innenstadt stärker auf Aufenthalt, Orientierung, Sicherheit und Stadtqualität auszurichten.

Weitere zentrale Bausteine sind die Schaffung eines durchgängigen Rad- und Fußverkehrsnetzes sowie die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs durch die Ausgestaltung des neuen ZOB als CityHub und RegioHub. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, die Innenstadt gut erreichbar zu halten, Mobilität besser zu verknüpfen und zentrale Stadträume als lebendige Orte des Ankommens, Verweilens und Begegnens weiterzuentwickeln.

Reaktion aufbestehende Defizite


„Die neue Mobilitätsstrategie ist ein wichtiger Schritt, um die Innenstadt zukunftsfähig zu gestalten. Das Verkehrskonzept Innenstadt reagiert auf die bestehenden Defizite und setzt mit der Stärkung der Verkehrsstrukturen ein strategisches Grundgerüst, um Investitionen gezielt lenken und langfristig die Mobilitätsqualität verbessern zu können“, ergänzt Erster Stadtrat und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide.

Nach der politischen Entscheidung wird es Aufgabe der Verwaltung sein, die im Verkehrskonzept Innenstadt dargestellten Maßnahmen in den Fokusbereichen wie dem Nordkopf und dem Umfeld des Hauptbahnhofes schrittweise zu konkretisieren, planerisch zu vertiefen sowie die erforderlichen weiteren Beschlüsse herbeizuführen.