Wolfsburg. Eine der modernsten Feuerwachen in Deutschland entsteht aktuell in Wolfsburg. Als nächster wichtiger Schritt ist jetzt der Hochbau weitestgehend fertiggestellt. Der Umzug werde planmäßig noch in diesem Herbst stattfinden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Derzeit finden noch Arbeiten an den Außenanlagen, den Werkstätten und zahlreiche Tests für die Inbetriebnahme statt.
Einen aktuellen und exklusiven Einblick gab es jetzt unter anderem für Vertretende aus den politischen Gremien der Stadt beim Rundgang mit Oberbürgermeister Dennis Weilmann. Daran nahmen auch Kai-Uwe Hirschheide (Erster Stadtrat und Stadtbaurat), Andreas Bauer (Dezernent für Bürgerdienste, Finanzen, Brand- und Katastrophenschutz, Gesundheit und Sport), Vertretende des Architektenbüros und der bauausführenden Firmen sowie die Beschäftigten der Berufsfeuerwehr teil.
Bestmögliche Voraussetzungen für die Wolfsburger Berufsfeuerwehr
„Mit diesem größten und wichtigsten Projekt, das die Stadt in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht hat, schaffen wir für unsere Berufsfeuerwehr bestmögliche Voraussetzungen, um den Schutz unserer Bewohnerinnen und Bewohner bei Bränden und technischen Hilfeleistungen zu verbessern. Unsere Berufsfeuerwehr braucht für ihre Einsätze und Übungen eine moderne Infrastruktur, um den Dienst für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger bestmöglich leisten zu können“, bekräftigt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Nordriegel ist 160 Meter lang
„Die Dimensionen der neuen Wache der Berufsfeuerwehr sind groß. Das Gelände umfasst mehr als 21.000 Quadratmeter Geschossfläche, also einer Größe von drei Fußballfeldern. Der dreigeschossige, hochwertig gebaute Nordriegel entlang der Dieselstraße wird eine Länge von 160 Metern haben. Die Dächer des aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Gebäudes werden begrünt und erhalten eine Photovoltaik-Anlage“, hebt Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat, wichtige Eckpunkte für den Komplex hervor.
„Das erste Obergeschoss bietet Raum für die Wache, die in unterschiedliche Funktionsräume für Rettungsdienst und Feuerwehr gegliedert ist. Die Verwaltung besetzt das zweite Obergeschoss. Im Westen des Nordriegels befindet sich in exponierter Lage die Leitstelle der Feuer- und Rettungswache. Zielsetzung ist eine bedarfsgerechte neue Feuer- und Rettungswache für die Bereiche Brandschutz, Verwaltung, Rettungsdienst und feuerwehrtechnische Zentrale“, erklärt Andreas Bauer, Dezernent für Bürgerdienste, Finanzen, Brand- und Katastrophenschutz, Gesundheit und Sport.
Der Neubau basiert auf einem Doppelhof-Typus, der den Nutzungen des Betriebs gerecht wird und zugleich wirksamen Schallschutz zur Nachbarschaft bietet. Ein Werkstattriegel schließt die Höfe nach Süden ab und schafft Parkflächen auf dem Dach. Von hier aus haben die Mitarbeitenden einen kurzen Weg zum Wachbereich, der direkt über den Fahrzeughallen liegt.
Leitstelle, Fahrzeughallen und Werkstätten
Neben der Leitstelle, Fahrzeughallen und Werkstätten entstanden an dem neuen Feuerwehrstandort eine Atemschutzübungsstrecke, Büro-, Ruhe- und Verpflegungsräume für die Mitarbeitenden im 24-Stunden-Dienst sowie eine Multifunktionshalle für Sport. Insgesamt nimmt die Stadt mehr als 100 Millionen Euro in die Hand, um an einem neuen Standort eine komplett neue Feuer- und Rettungswache zu bauen.
In dem Gebäudekomplex können bis zu 250 Mitarbeiter des Geschäftsbereiches für Brand- und Katastrophenschutz ihren Dienst verrichten. Außerdem kann das Gebäude in Krisensituationen mindestens 72 Stunden völlig autark betrieben werden. Im August 2024 fand das Richtfest statt. Ein Jahr zuvor hatte es die Grundsteinlegung gegeben. Das Projekt liegt damit voll im Zeit- und Kostenplan.

