Wolfsburg. Lamborghini mit Bugatti-Herz: Im Zeithaus der Autostadt ist aktuell ein außergewöhnliches Stück Automobilgeschichte zu sehen. Der Lamborghini Diablo diente dem Volkswagen-Konzern Ende der 1990er Jahre als Versuchsträger für die Erprobung des W16-Motors, der später das Herzstück des Bugatti Veyron 16.4 bildete. Das teilt die Autostadt GmbH in einer Pressemeldung mit.
In der Automobilentwicklung werden Versuchsträger wie dieser als „Mule“ (englisch für „Maultier“) bezeichnet. Für seinen Einsatz als solcher wurde der Diablo umfassend umgebaut. Der serienmäßige V12-Motor wurde durch den W16 ersetzt – das technische Herz, das den späteren Bugatti Veyron zur Ikone machte. Damit die neue Technik Platz fand, waren zahlreiche Anpassungen notwendig: zusätzliche Öffnungen für die Kühlung, ein verändertes Heck und vier mittig angeordnete Endrohre.
Vom Versuchsträger zum Meilenstein
Mit dem W16-Diablo zeigt das Zeithaus nicht nur einen seltenen Prototyp, sondern auch einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des späteren Bugatti Veyron. Gleichzeitig schließt das Fahrzeug den Kreis zur aktuellen Bugatti-Ausstellung im Zeithaus: Hier trifft die frühe Erprobung des W16 auf die Fahrzeuge, in denen die Technik später zum Einsatz kam.
Genau diese Zusammenhänge stehen exemplarisch für das Zeithaus. Die markenübergreifende Sammlung der Autostadt umfasst rund 300 Meilensteine von mehr als 60 Herstellern. Neben bekannten Klassikern beinhaltet sie Fahrzeuge, Konzepte und Prototypen und ordnet sie in die Geschichte des Automobils ein. Wechselnde Ausstellungen setzen dabei immer wieder neue Schwerpunkte.
Das Zeithaus kann täglich während der Öffnungszeiten der Autostadt von 10 bis 18 Uhr mit einer gültigen Tages- oder Jahreskarte sowie dem Autostadt Key besucht werden. Während des Autostadt Winterzaubers vom 4. bis 30. Dezember ist die Ausstellung von 9 bis 18 Uhr geöffnet.


