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Neues Corona-Zentrum: Patienten erhalten schnelleres Testergebnis

Auch auf die Influenza-Viren der herkömmlichen Grippe könne hier getestet werden.

(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Marvin König

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27.03.2020

Wolfsburg/Braunschweig. Am Standort Wolfsburg/Braunschweig entsteht ein neues Corona-Testzentrum unter Koordination der Leibniz Universität Hannover (LUH). Diese Einrichtung soll mit neuem Konzept an der Testung und Bekämpfung des Coronavirus arbeiten. Ziel ist es, Belegschaften schnell, zuverlässig und effizient auf eine Infektion mit Corona-Sars-CoV-2- zu untersuchen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt den Ansatz, wie es in einer Pressemitteilung berichtet. Die mobilen Systeme, die in der neuen Einrichtung entwickelt werden, sollen mittelfristig für ganz Niedersachsen und auch in anderen Bundesländern als Modellsysteme zur Verfügung stehen.


„Die neue Testmethode bringt die Bekämpfung des Coronavirus einen großen Schritt weiter“, sagt Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Wenn wir es schaffen, viele Menschen in kurzer Zeit zu testen, vermeiden wir lange Quarantänezeiten. Diejenigen, die sich nicht angesteckt haben, sind schnell wieder einsatzfähig, ohne Angst haben zu müssen, Schwächere anzustecken. Das Entwicklungsteam des neuen Konzepts belegt eindrucksvoll – Niedersachsens Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten Hand in Hand für die Menschen in unserem Land.“

Das Konzept ermöglicht es, die Anzahl verfügbarer Testsysteme und Teststationen deutlich zu erhöhen. Die Testsysteme können direkt vor Ort hergestellt werden, die Ausstattung von Life-Science-Laboren der Universitäten kann hinzugezogen werden. Ein hoher Automatisierungsgrad (Robotik und Digitalisierung) und neu entwickelte Softwaresysteme verkürzen die Zeiten von der Probennahme bis zum Erhalt des Diagnoseergebnisses (Labor, Logistik, Information und Datenmanagement) erheblich.

Der neuartige Diagnoseverlauf liefert Probanden binnen sechs bis acht Stunden ein sicheres Ergebnis. Ein weiteres Plus: Das Verfahren macht es möglich, unterschiedliche Influenza-Viren gleichzeitig mit zu testen. So könnten zum Herbst, wenn eine neue Influenza-Welle kommt, Patientengruppen eindeutig zugeordnet und das Risiko-Management verbessert werden.



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