Pia Zimmermann: "Ausverkauf der Pflege"


Pia Zimmermann im Bundestag. Foto: Die Linke
Pia Zimmermann im Bundestag. Foto: Die Linke | Foto: Pia Zimmermann

Berlin/Hannover. Zu den Versorgungslücken in Niedersachsen in der ambulanten Pflege erreichte uns eine Pressemitteilung der Wolfsburger Bundestagsabgeordneten Pia Zimmermann (Die Linke). Wir veröffentlichen diese ungekürzt und unkommentiert.


„Der Pflegenotstand in Niedersachsen ist hausgemacht und darf niemanden überraschen“, sagt Pia Zimmermann, Landesvorsitzende der Linken in Niedersachsen und Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag zu den Meldungen der Wohlfahrtsverbände und des bpa zu den Versorgungslücken in der ambulanten Pflege.

Zimmermann weiter: „Die niedersächsische Regierung hat genau wie die Bundesregierung die Pflege jahrzehntelang dem Markt überlassen. Wer sich jetzt wundert, dass niemand mehr da ist, der diesen Knochenjob unter desaströsen Bedingen für einen Hungerlohn machen möchte, hat nicht hingeschaut. Die wettbewerbsorientierten privaten Anbieter, die jetzt mehr aus den Pflegekassen haben wollen, haben jahrelang Dumpinglöhne bezahlt um daraus Profit zu erwirtschaften. Dadurch wurden die gemeinnützigen Betreiber verdrängt. Die Landesregierung hat das unterstützt.

Natürlich brauchen wir mehr Geld für die Pflege. Aber vor allem brauchen wir endlich ein Konzept, welches die Probleme löst und nicht verschiebt. Wenn die ambulanten Pflegedienste ihre Arbeit nicht mehr machen können, ist das dramatisch für die Menschen mit Pflegebedarf und ihre Familien. Hier darf die Politik nicht wegschauen. Ich erwarte von der Landesregierung nicht nur mehr Geld für die ambulanten Pflegedienste sondern vor allem eine praktische und schnelle Unterstützung der Familien mit Pflegebedarf.“


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