Region. Laut der kürzlich vorgestellten Verkehrsunfallstatistik der Polizeidirektion Braunschweig für das Jahr 2025 ist die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer stark angestiegen. Einen überproportionalen Anstieg verzeichnete die Polizei auch bei schwer verletzten E-Scooter-Fahrern.
Im Jahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Braunschweig insgesamt 1.435 Verkehrsunfälle registriert, bei denen Radfahrer beteiligt waren. Das entspricht einem Anstieg von rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 1.367). Die an diesen Unfällen beteiligten Radfahrer verteilen sich auf die Fahrzeugklassen „Fahrrad“, „Pedelec“ und „E-Bike“. Von den 1.435 Verkehrsunfällen entfielen 1.087 Unfälle auf Fahrräder, 338 auf Pedelecs und zehn auf E-Bikes. In allen drei Klassen ist im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme der Unfallzahlen festzustellen.
Acht Radfahrer verloren ihr Leben
Bei Verkehrsunfällen mit Radfahrern kamen im Jahr 2025 acht Menschen ums Leben, im Vorjahr war es eine Person. Zudem stieg die Zahl der leicht und schwer verletzten sowie getöteten Radfahrenden um 6,7 Prozent. Besonders auffällig sei der deutliche Anstieg der tödlich Verunglückten. Polizeipräsident Thomas Ring erklärt: „Der deutliche Anstieg bei den tödlich verunglückten Radfahrenden zeigt, dass wir hier gezielt gegensteuern müssen. Deshalb legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Verkehrssicherheitsarbeit, vor allem bei Kindern und Jugendlichen.“
Überproportionaler Anstieg bei schwer verletzten E-Scooter-Fahrern
Trotz eines leichten Rückgangs der Gesamtunfälle stellen neue Mobilitätsformen zusätzliche Herausforderungen dar. E-Scooter würden das Unfallgeschehen zunehmend prägen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 313 Verkehrsunfälle registriert, das sind 43,6 Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 218). Wie bereits im Vorjahr kam dabei keine Person ums Leben.
Auffällig sei insbesondere die Entwicklung bei den Schwerverletzten. Ihre Zahl stieg von 14 im Jahr 2024 auf 27 im Jahr 2025 und hat sich damit nahezu verdoppelt. Auch die Zahl der Leichtverletzten nahm zu, von 133 auf 189, was einem Anstieg von 42,1 Prozent entspricht.
Polizeipräsident Thomas Ring betont abschließend: „Der deutliche Anstieg der E‑Scooter-Unfälle zeigt, dass die Sensibilisierung für die geltenden Verkehrsregeln deutlich verstärkt werden muss.
Insgesamt würden die Entwicklungen im Unfallgeschehen 2025 zeigen, dass Präventionsarbeit und intensive Kontrollen im Straßenverkehr weiterhin zentrale Aufgaben der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit bleiben, um das Sicherheitsniveau zu erhöhen.

