Wolfsburg. Mit selbst entwickelten Elektrofahrzeugen sind am vergangenen Samstag sieben Teams aus Wolfsburg und der Region beim AkkuRacer 2026 an den Start gegangen. Nach Monaten des Planens, Konstruierens und Bauens stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Fahrzeuge beim großen Finale rund um das phaeno Wolfsburg und den Bahnhofsvorplatz einer Fachjury und zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern vor.
In den Wettbewerbsdisziplinen Sprint, Parcours und Ausdauer mussten die Teams zeigen, wie zuverlässig und leistungsfähig ihre Fahrzeuge sind. Zusätzlich flossen die technische Umsetzung, das Design sowie die Präsentation der Projekte in die Gesamtwertung ein, berichtet die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung. Den Gesamtsieg sicherte sich das Team der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule. Auf die weiteren Plätze kamen das Ratsgymnasium sowie die Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule II.
Technik, Teamarbeit und Kreativität
„Der AkkuRacer zeigt, wie viel Innovationskraft und Engagement in jungen Menschen steckt. Die Schülerinnen und Schüler haben über viele Monate hinweg eigene Lösungen entwickelt, Rückschläge gemeistert und ihre Ideen Schritt für Schritt umgesetzt. Genau diese Erfahrungen machen technische Bildung greifbar und stärken Wolfsburg als Bildungs- und Technologiestandort“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

Sieben Teams aus Wolfsburg und der Region sind beim AkkuRacer 2026 an den Start gegangen. Foto: Davy Champion
Am Wettbewerb beteiligten sich die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule, das Ratsgymnasium Wolfsburg, die Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule, die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule aus Gifhorn sowie die Leonardo da Vinci Gesamtschule. Die Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule und die Leonardo da Vinci Gesamtschule gingen jeweils mit zwei Teams an den Start.
„Beim AkkuRacer lernen die Jugendlichen weit mehr als technische Grundlagen. Sie arbeiten im Team, übernehmen Verantwortung und erleben, wie aus einer Idee ein funktionierendes Produkt entsteht. Diese Erfahrungen sind für die persönliche Entwicklung und die Berufsorientierung von großem Wert“, betont Bildungsdezernentin Iris Bothe.
Praxisnahe MINT-Förderung
Der AkkuRacer ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Wolfsburg, der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und des phaeno Wolfsburg. Ziel ist es, junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihnen praxisnahe Einblicke in technische Berufe und Studiengänge zu ermöglichen.
Erstmals nahm in diesem Jahr auch die Leonardo da Vinci Gesamtschule teil. Die Teilnahme erfolgte unter anderem im Rahmen der vertieften Berufsorientierung. Das AkkuRacer-Modul gehört dort zu den praxisorientierten MINT-Angeboten. Die Volkshochschule Wolfsburg übernahm die Durchführung und organisatorische Begleitung. Finanziert wird die vertiefte Berufsorientierung gemeinsam von der Agentur für Arbeit Wolfsburg und der Stadt Wolfsburg. Die Volksbank BRAWO eG unterstützte das Angebot als Sponsor.
Technik unmittelbar erfahrbar
„Der besondere Reiz des AkkuRacers liegt darin, dass die Jugendlichen einen kompletten Entwicklungsprozess erleben. Von der ersten Skizze über den Bau bis zum Rennen vor Publikum wird Technik unmittelbar erfahrbar. Das motiviert und schafft Erfolgserlebnisse, die oft lange nachwirken“, erklärt Christoph Andacht, Geschäftsbereichsleiter Schule.

