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Isenbüttel: Bürgerinitiative zieht gegen Zugpfeifen vor Gericht



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Zugpfeifen im Wohngebiet: Bürgerinitiative zieht vor Gericht

Bis zu 35 Mal am Tag fahren die Züge an Gärten und Häusern vorbei.

von Julia Fricke und Jan Fischer


Die Bürgerinitative will sich gegen das Zugpfeifen wehren. Foto: Jan Fischer / Video: Jan Fischer

Isenbüttel. Bis zu 35 Mal am Tag fahren Züge an der Bahnstrecke in Isenbüttel mit einem lauten Zugpfeifen direkt an Gärten und Häusern vorbei. Grund dafür ist ein unbeschrankter Bahnübergang. Die im Frühjahr vergangenen Jahres gegründete Bürgerinitiative Zugpfeifen will sich jetzt gegen die Lärmbelästigung wehren.



Auf Anfrage von regionalHeute.de teilt die Deutsche Bahn mit, dass sich die Züge an technisch nicht gesicherten Bahnübergängen bemerkbar machen müssen. Dies sei in der Eisenbahn-Betriebsverordnung vorgesehen und der Signalton daher Vorschrift. Doch für Hans-Jürgen Bach, Sprecher der Bürgerinitiative und seine Nachbarn ein untragbarer Zustand. Sie wünschen sich eine andere Lösung.

Dass mit dem lauten Pfeifen schluss sein muss, sieht die Initiative auch durch ein eigens angefertigtes Lärmgutachten bestätigt. 6.000 Euro habe dies gekostet. Das Ergebnis: Der Lärmpegel wird tags und nachts im allgemeinen Wohngebiet deutlich überschritten. Für Bach und seine Nachbarn keine Überraschung.



Welche Alternativen gibt es?


Abhilfe könnte zum Beispiel eine Brücke schaffen, über die momentan im Gemeinderat diskutiert wird. Dies würde jedoch aus Sicht der Bürgerinitiative sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und hohe Kosten verursachen. Über eine Lösung wird somit wohl noch weiter diskutiert.



Die Initiative will jetzt vor Gericht ziehen und beantragt eine Abstellung des Signalpfeifens, damit in Isenbüttel endlich wieder Ruhe einkehrt.


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