Wolfsburg. Die Zentrale Ermittlungsgruppe (ZEG) Cybertrading-Betrug der Polizei Braunschweig ermittelt derzeit unter Leitung der Zentralstelle Cybercrime Niedersachsen (ZCN) der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg gegen eine Tätergruppierung wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs im Bereich Cybertrading. Dabei konnte nun ein wichtiger Erfolg verzeichnet werden, wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet.
Nach den bisherigen Ermittlungen wurde ein 47-jähriger Geschädigter aus Wolfsburg bereits seit Juli 2026 über TikTok und WhatsApp zur Nutzung einer manipulierten Handelsplattform verleitet. Durch gezielte Täuschungen über vermeintliche Renditen und Anweisungen wurde der Geschädigte dazu veranlasst, Überweisungen zu tätigen, Kredite und Darlehen aufzunehmen sowie insgesamt 40.000 Euro in bar zu übergeben. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 80.000 Euro.
Drei Verdächtige bei Geldübergabe festgenommen
Nachdem nun eine weitere Bargeldübergabe von rund 11.000 Euro angekündigt worden war, konnten Polizeibeamte der Zentralen Kriminalinspektion Braunschweig am vergangenen Montag gegen 18:17 Uhr auf der John-F.-Kennedy-Allee in Wolfsburg-Detmerode einschreiten und im Anschluss an die Geldübergabe drei männliche Beschuldigte im Alter von 21, 22 und 25 Jahren in ihrem Fahrzeug zunächst vorläufig festnehmen.
Haftbefehl erlassen
Auf Antrag der ZCN erließ der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Wolfsburg am gestrigen Dienstag einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 21-jährigen Beschuldigten, welcher das vermeintliche Geld vom Geschädigten in Empfang genommen hatte. Die beiden weiteren Fahrzeuginsassen wurden mangels dringenden Tatverdachts wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

