Wie sicher ist der Verkehr auf dem Brodweg? Das sagt die Stadt

Auf Anfrage der SPD im Mobilitätsausschuss hat die Verwaltung ausführlich Stellung bezogen. Für Radfahrer sieht man bald eine Alternative.

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Braunschweig. Der Braunschweiger Brodweg ist eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Östlichem Ringgebiet und Helmstedter Straße. Doch aufgrund des begrenzten Raumes kommt es häufiger zu Konflikten zwischen den einzelnen Verkehrsformen. Einige Maßnahmen wie Tempo 30 und Fahrbahnmarkierungen wurden bereits ergriffen. Nun brachte die SPD-Fraktion das Thema in Form einer Anfrage erneut auf die Agenda des Ausschusses für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben.



Die Verkehrssituation am Brodweg werde von den unterschiedlichen Nutzergruppen sehr verschieden wahrgenommen und beurteilt, heißt es in der Anfrage der SPD. Anwohner beklagten den Verkehrslärm, Fußgänger fühlten sich durch Radfahrer bedrängt, die verbotenerweise den schmalen Gehweg nutzten, Radfahrer würden durch zu eng überholende Autos gefährdet und Autofahrer seien vom schleppenden Verkehr genervt.

Fahrradstraße oder Lkw-Verbot?


Die SPD wollte daher von der Verwaltung wissen, ob die bestehenden Maßnahmen ausreichen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer – insbesondere der Radfahrer – dauerhaft zu gewährleisten. Oder könnte beispielsweise die Ausweisung als Fahrradstraße oder ein Durchfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen die Verkehrssicherheit am Brodweg weiter erhöhen?

Wie die Verwaltung berichtet, sei im Jahr 2024 eine repräsentative Kfz-Erhebung im Bereich des Brodwegs durchgeführt worden. Demnach liege die Belastung im Querschnitt bei rund 7.500 Kraftfahrzeugen am Tag mit einem Schwerverkehrsanteil von etwas über einem Prozent. Da dies ein sehr geringer Anteil sei, welcher zudem möglicherweise auch aus Anliegerverkehr resultiere, sei aus Sicht der Verwaltung eine Gewichtsbeschränkung nicht zielführend.

Ringgleis als Alternative


Zahlen zur Radverkehrsbelastung lägen laut Verwaltung derzeit nicht vor. Allerdings baut man hier auf eine baldige Alternative. Mit dem sich im Bau befindlichen Abschnitt des Ringgleisweges zwischen Brodweg und dem Franz-Frese-Weg könne der Brodweg zwischen Eisenbahnbrücke und Helmstedter Straße von Radfahrern zukünftig komfortabel umfahren werden, heißt es in der Antwort. Von einer Ausweisung als Fahrradstraße rät die Verwaltung ab, da diese die derzeitige Nutzung durch Kraftfahrzeuge deutlich einschränken würde.

Insgesamt sieht man die ergriffenen Maßnahmen als erfolgreich an. Zudem würden die vorhandenen Parkstreifen nach Einschätzung der Verwaltung dazu beitragen, die gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren und die Straßenabschnitte zu gliedern. Eine Unfallhäufungsstelle liege derzeit nicht vor. Die Unfallereignisse seien sehr unterschiedlich und die Anforderungen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer an den Brodweg sehr differenziert, so dass keine spezielle Maßnahme zur Vermeidung der Unfälle geeignet erscheine.

5 Prozent zu schnell


Am Brodweg würden auch regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen stattfinden, unter anderem auch mit dem "Blitzanhänger". Bei den bisherigen Messungen wurde bei rund fünf Prozent der Fahrzeuge eine Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt. Dieser Wert bewege sich im stadtweiten Vergleich im üblichen Bereich. Umfang und Häufigkeit der Kontrollen würden anhand der jeweiligen Messergebnisse angepasst.

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