Berlin. Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) fordert in der Debatte über eine Pflegereform eine gestaffelte Karenzzeit, bevor Leistungen der Pflegeversicherung gewährt werden.
"Die Leistungen der Pflegeversicherung müssen stärker den Menschen zugutekommen, die besonders lange und intensiv gepflegt werden müssen. Hier setzt Gesundheitsminister Linnemann richtigerweise an", sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter der "Rheinischen Post". Außerdem sollten die Leistungen grundsätzlich nach einer "gestaffelten Karenzzeit" einsetzen, forderte Kampeter. Der Leistungszuschlag zu den pflegebedingten Eigenanteilen im Heim sollte auf Menschen "konzentriert werden", die dort länger als 24 Monate versorgt werden.
Kampeter begrüßte Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) über ein Einsparziel von zehn Prozent bei den Ausgaben der Pflegeversicherung. "Bundesgesundheitsminister Linnemann redet Klartext. Das ist gut. Wer die Herausforderung verschweigt, handelt nicht im Interesse der Menschen, die auf Pflege angewiesen sind", sagte Kampeter. Der "Handlungsdruck" sei "erheblich": Im kommenden Jahr drohe in der Pflegeversicherung ein Defizit von knapp acht Milliarden Euro. Nur wer die Pflege jetzt reformiere, könne die "politische und ökonomische Insolvenz" dieser Versicherung verhindern.
Arbeitgeber fordern Karenzzeit bei Pflegeleistungen
Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) fordert in der Debatte über eine Pflegereform eine gestaffelte Karenzzeit, bevor Leistungen der Pflegeversicherung gewährt werden. "Die Leistungen der Pflegeversicherung müssen stärker den Menschen zugutekommen, die besonders lange und intensiv gepflegt werden müssen.
Pflegeheim (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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