Taiwan meldet "abnormalen" KI-gestützten Cyberangriff

Taiwans Regierung hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat KI-gestützte Cyberangriffe auf staatliche Einrichtungen abgewehrt, die aus dem Ausland gesteuert wurden.

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Taiwan-Flagge (Archiv)
Taiwan-Flagge (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Taipeh. Taiwans Regierung hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat KI-gestützte Cyberangriffe auf staatliche Einrichtungen abgewehrt, die aus dem Ausland gesteuert wurden. Es handelt sich offiziellen Angaben zufolge um eine neuartige Bedrohung, die als "beispiellos" beschrieben wird.


Das Ministerium für Digitale Angelegenheiten (MDA) teilte mit, seine Überwachungseinheiten hätten den "abnormalen Angriff" auf Regierungsbehörden entdeckt, der am 20. Juli begann. Während der Ermittlungen gab das Nationale Institut für Cybersicherheit mehrere Warnmeldungen heraus.

Medienberichten zufolge sollen die Angreifer Open-Source-KI-Agenten eingesetzt haben, um ein autonomes Hacking-Werkzeug zu entwickeln, das wie ein koordiniertes Cyber-Team agierte. Das Werkzeug soll mindestens 85 Regierungskonten kompromittiert und mehr als 2.500 Personalakten erbeutet haben, bevor der Angriff auf Taiwans Atomsicherheitsbehörde und mindestens sieben Energieunternehmen ausgeweitet wurde.

Taiwan wirft China seit Jahren "hybride Kriegsführung" vor - von täglichen Militärmanövern nahe der Insel bis hin zu Desinformationskampagnen und Cyberangriffen. Direkte Vorwürfe gegen China wurden in dem neuen Fall offiziell aber nicht erhoben.