BDK: Polizei gegen Cyberkriminalität schlecht gewappnet

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Dirk Peglow, sieht Deutschland für den Kampf gegen Kriminalität im Netz schlecht gewappnet. In den Polizeidienststellen vor Ort gebe es im Bereich der Cyberkriminalität weiterhin erheblichen Nachholbedarf, sagte Peglow dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

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Alexander Dobrindt bei der Vorstellung des Bundeslagebildes Cybercrime am 12.05.2026
Alexander Dobrindt bei der Vorstellung des Bundeslagebildes Cybercrime am 12.05.2026 | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Dirk Peglow, sieht Deutschland für den Kampf gegen Kriminalität im Netz schlecht gewappnet.


In den Polizeidienststellen vor Ort gebe es im Bereich der Cyberkriminalität weiterhin erheblichen Nachholbedarf, sagte Peglow dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Cyberkriminalität sei längst kein Randphänomen mehr, sondern betreffe Unternehmen, kritische Infrastrukturen, staatliche Stellen und Bürger gleichermaßen. Viele Kommissariate seien weder technisch noch in der Aus- und Fortbildung dort, wo sie angesichts der tatsächlichen Bedrohungslage sein müssten.

Peglow forderte eine bessere technische Ausstattung, mehr spezialisierte Aus- und Fortbildung und klare Befugnisse zur Cyberabwehr auch in den Polizeigesetzen der Länder. Der BDK-Chef äußerte sich anlässlich der Vorstellung des Bundeslagebildes Cybercrime durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).