Mühle Rüningen schließt Standort in der Region

Schon zum Ende des Jahres soll ein Standort geschlossen werden. Etliche Arbeitsplätze fallen dann weg.

Der Standort Salzgitter-Ringelheim der Mühle Rüningen schließt Ende 2026. Die weiteren deutschen Standorte, so auch der Hauptsitz in Braunschweig, sind langfristig gestärkt.
Der Standort Salzgitter-Ringelheim der Mühle Rüningen schließt Ende 2026. Die weiteren deutschen Standorte, so auch der Hauptsitz in Braunschweig, sind langfristig gestärkt. | Foto: Mühle Rüningen GmbH

Salzgitter. Zum Ende dieses Jahres schließt die Mühle Rüningen ihr Werk in Salzgitter-Ringelheim. Das hat die Geschäftsleitung auf parallel stattfindenden Betriebsversammlungen in Ringelheim und Braunschweig-Rüningen mitgeteilt, heißt es in einer Pressemitteilung am heutigen Diendstag.



Zur Begründung heißt es, dass am Mühlen-Mark Überkapazitäten herrschen würden und der Wettbewerb seit Jahren äußerst hart sei. So sei es für die Mühle Rüningen unvermeidlich, die Unternehmensstrategie ständig zu prüfen und weiterzuentwickeln und an aktuelle Marktbedingungen anzupassen. Um weiter profitabel, zukunfts- und wettbewerbsfähig zu bleiben, schließt nun das Werk in Salzgitter-Ringelheim zum Jahresende.

30 Arbeitsplätze betroffen


Bis dahin laufe der Betrieb planmäßig weiter. Davon betroffen sind 30 Arbeitsplätze. Darüber habe man die Belegschaften in Braunschweig und Salzgitter am 11. Mai gleichzeitig informiert. Der Prozess werde so sozialverträglich wie möglich gestaltet, auch deshalb habe sich die Geschäftsleitung der Mühle Rüningen entschlossen, über die Entscheidung sehr frühzeitig zu informieren.

Ziel sei es, die deutschen Standorte insgesamt und den Standort Braunschweig im Besonderen zu stärken. Anders als andere Branchen in der Region verfüge die Mühle Rüningen im Geschäftsfeld der Ernährungswirtschaft über eine bessere Resilienz in einem Markt mit geringeren Schwankungen und Trends.

Daher blicke das Unternehmen optimistisch nach vorn und sieht durch den Verbleib von vier Werken (Braunschweig, Celle, Itzehoe, Gelsenkirchen) eine gute Perspektive für die deutschen Standorte. „Mit dieser Entscheidung sichern wir also das Unternehmen als Ganzes. Die Mühle Rüningen bleibt so leistungsfähig und gewinnbringend, die Arbeitsplätze sind langfristig sicher“, sagt Ludwig de Mot, Geschäftsführer Mühle Rüningen.

Ende 2024 hat das belgische Familienunternehmen Dossche Mills die Mühle Rüningen übernommen, die mit ihrer mehr als 700-jährigen Historie eine der ältesten und traditionsreichsten Mühlen Deutschlands ist. In Rüningen arbeiten rund 100 Beschäftigte, deutschlandweit sind es etwa 250 Mitarbeiter.