Gifhorn. Die Verkehrssituation an der Wilhelm-Busch-Schule in Gamsen ist angespannt. Grundsätzlich verlangt die geringe Straßenbreite der Köthnerstraße viel Rücksichtnahme. Wendemanöver und sogenannte „Elterntaxis“ führen regelmäßig zu Gefahrenlagen am Schulweg, wie Kontrollen des Ordnungsdienstes ergaben. Dem will die Stadt nun entgegenwirken, wie sie in einer Presseinformation berichtet.
Um die verkehrliche Situation und Sicherheit zu erhöhen, wird die Köthnerstraße mit Beginn des neuen Schuljahres als Einbahnstraße ausgewiesen. Außerdem entsteht für das Parken am Eingangsbereich der Schule in den Sommerferien 2026 eine Kiss & Go-Zone. Der Radverkehr bleibt weiterhin in beide Fahrtrichtungen möglich. Im Zusammenhang mit diesen Anordnungen schlägt die Verwaltung ergänzend die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs im Westerfeldweg in Höhe der Köthnerstraße und weitere bauliche Anpassungen vor. Über die Vorschläge entscheiden die Ratsgremien bis Ende Juni.
Bessere Schulwegführung
„Wir wollen mit den verkehrsbehördlichen Anordnungen und vorgeschlagenen baulichen Maßnahmen an der Wilhelm-Busch-Schule eine deutlich bessere und sicherere Schulwegführung schaffen“, erläutert Astrid Behrens, Fachbereichsleiterin Tiefbau der Stadt Gifhorn. Die Anordnungen der Stadtverwaltung betreffen die Einrichtung der Einbahnstraßenregelung und einer Kiss & Go Zone. Diese umfasst einen Kurzzeitparkbereich, in dem Kinder abgesetzt und abgeholt werden können, ohne den Verkehrsfluss zu stören. Beides soll zu Beginn des neuen Schuljahres erfolgen.
Im Zusammenhang mit den beiden Anordnungen sollen bauliche Maßnahmen die Schulwegsicherung für die Wilhelm-Busch-Schule verbessern. Dazu gehören die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs im Westerfeldweg auf Höhe der Köthnerstraße und die Neuordnung von Parkständen und Gehweg, um die Verkehrssicherheit im nördlichen Bereich der Köthnerstraße zu erhöhen.
Parkplatz wird zurückgebaut
Im Kontext der Neuplanungen des Schulhofes im kommenden Jahr soll dafür die Einfriedung auf die Grundstücksgrenze zurückgesetzt werden. Somit entsteht direkt angrenzend Platz für die Anlage eines zwei Meter breiten Gehweges. Die Parkstände liegen zukünftig zwischen neuem Gehweg und Fahrbahn der Köthnerstraße. Das vermeidet die bisherigen Gefahren durch rückwärts ausparkende Fahrzeuge und deren in den Gehwegbereich hineinragende Hecks. Zur Verbesserung des Sichtwinkels in den Westerfeldweg soll zudem ein Parkplatz zurückgebaut und die Fläche entsiegelt werden. Die Anordnung der Parkplätze soll mittels Markierung und minimalen baulichen Maßnahmen erfolgen und an den neuen Gehweg angepasst werden. Für die baulichen Maßnahmen sollen zirka 30.000 für den Haushalt 2027 angemeldet werden.
Fußgängerüberweg noch dieses Jahr
Der Fußgängerüberweg soll bereits in der 2. Jahreshälfte 2026 in der Verlängerung des neu geplanten Gehweges eingerichtet werden. Hierfür ist, um den technischen Anforderungen gerecht zu werden, neben der entsprechenden Ausschilderung und Markierung der Einbau
eines taktilen Leitsystems sowie ein Versetzen des Beleuchtungsmastes und Austausch des Leuchtkopfs erforderlich. Die Kosten von rund 6.000 Euro würden aus dem laufenden Haushalt bereitgestellt. Es ist einer von fünf im Umfeld von Grundschulen in diesem Jahr geplanten Fußgängerüberwegen.

