Bauarbeiten am Ringgleis: Was wird aus der Gedenkstelle für Tom-Finn?

Am Ringgleis haben die Bauarbeiten begonnen. Doch was passiert nun mit der Gedenkstelle, die man für einen Teenager dort errichtet hat?

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2014 starb an der Graffiti-Brücke der damals 17-jährige Tom-Finn Knorz.
2014 starb an der Graffiti-Brücke der damals 17-jährige Tom-Finn Knorz. | Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Vor fast genau acht Jahren sorgte der mysteriöse Tod eines 17-Jährigen an der Graffiti-Brücke unterhalb der Münchenstraße für Fassungslosigkeit und Entsetzen. An den schrecklichen Unfall erinnert bis heute eine Gedenkstätte. Doch was passiert mit der Erinnerungsstelle während der derzeit laufenden Bauarbeiten?



In der Nacht auf den 4. November 2014 wurde der damals 17-jährige Tom-Finn mit schwersten innerlichen Verletzungen an der Graffiti-Brücke aufgefunden. Wenige Stunden später verstarb der Teenager in einem Braunschweiger Krankenhaus. Bis heute ist nicht geklärt, was in der Nacht passierte und warum der Jugendliche sterben musste. Die Ermittlungen der Polizei liefen immer wieder ins Leere. Im September 2015 schloss die Polizei die Ermittlungen ab - es gab keine weiteren Spuren, die zur Aufklärung führen könnten. Der Fall Tom-Finn wurde zu einem Cold Case.

Gedenkstelle bleibt unangetastet


Beinahe acht Jahre ist es nun her, dass Tom-Finn mitten in der Nacht sein junges Leben verlor. Vergessen ist er jedoch nicht. Noch immer werden Kerzen, Blumen und Bilder an der Stelle niedergelegt, an der der Teenager starb. Selbst die Bauarbeiten, die an dieser Stelle nun durch die Stadt Braunschweig durchgeführt werden, können der Gedenkstätte nichts anhaben. Auf Nachfrage von regionalheute.de teilt Stadtsprecher Rainer Keunecke mit: "Der Bereich der Gedenkstätte ist nicht Bestandteil der Umgestaltung und bleibt unangetastet. Während der Bauzeit wird die Gedenkstätte abgesperrt." Und so ist es auch. Neben Bagger und Erdhügeln schützen Baken den Bereich, der an ein Menschenleben erinnert, das auf tragische und mysteriöse Weise viel zu früh endete.

Der Bereich um die Gedenkstelle bleibt von den Arbeiten unberührt.
Der Bereich um die Gedenkstelle bleibt von den Arbeiten unberührt. Foto: Alexander Dontscheff


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