Braunschweig. Es gibt Konzerte, die laut sind. Und es gibt Konzerte, die etwas in einem bewegen. Unantastbar haben am 16. April im Westand Braunschweig beides geschafft – und noch mehr.
Schon beim ersten Lichtstrahl war klar: Das wird kein gewöhnlicher Tourstopp. Die Band betrat die Bühne nicht wie Stars, sondern wie Menschen, die ihre Geschichte mit uns teilen wollen. Für immer wir – dieser Titel fühlte sich plötzlich nicht mehr wie ein Albumname an, sondern wie ein Versprechen. Die Fans standen dicht an dicht, manche mit leuchtenden Augen, andere mit erhobenen Fäusten, viele mit diesem stillen Lächeln, das nur entsteht, wenn man sich verstanden fühlt. Zwischen den harten Gitarren und den kraftvollen Texten lag eine Wärme, die man nicht künstlich erzeugen kann. Es war das Gefühl, gemeinsam etwas zu tragen – Zweifel, Mut, Wut, Hoffnung.
Immer wieder suchten die Musiker den Blickkontakt, als wollten sie sagen: Ihr seid nicht allein. Und das Publikum antwortete mit jeder Zeile, die es aus voller Kehle mitsang. Ein Abend, der nicht nur rockte, sondern berührte. Ein Abend, der zeigte, warum diese Band für so viele Menschen mehr ist als Musik.
Philipp Boa wartet schon
Wer nach diesem emotionalen Kraftakt noch Platz im Herzen hat, sollte sich den 24. April vormerken. Dann kehrt Philipp Boa and the Voodooclub in den Westand zurück – ein Künstler, der seit Jahrzehnten zwischen Indie, Avantgarde und Poesie wandert und dabei immer wieder neue Welten öffnet. Ein Abend, der anders wird als Unantastbar – aber genauso intensiv, nur auf eine andere, leise schillernde Art.





