Ausbau der Fahrradroute stößt hier wohl auf eine (zu) große Hürde

Eine erforderliche Rampe würde mindestens eine Million Euro kosten. Stattdessen soll die Veloroute jetzt hier lang führen.

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Hier – am Löwenwall – soll sie doch nicht entlangen führen, die Veloroute Wallring.
Hier – am Löwenwall – soll sie doch nicht entlangen führen, die Veloroute Wallring. | Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Die Veloroute Wallring soll, wenn sie fertiggestellt ist, Fahrradfahrern eine Strecke bieten, auf der sie zügig und sicher um die gesamte Innenstadt herum- oder vorbeiradeln können. Ein Abschnitt bereitet den Planern jetzt aber besonderes Kopfzerbrechen.



Es geht um einen Lückenschluss im südöstlichen Innenstadtbereich. Dort war geplant, dass Radfahrer über den Löwenwall zum John-F.-Kennedy-Platz gelangen können – von dort soll es auf dieser zweiten Veloroute in der Stadt Braunschweig weitergehen zum Bruchtor- Kalen-, Gieseler- bis zum Wilhelmitorwall.

Besondere Herausforderung am Löwenwall


Doch am Löwenwall gibt es eine besondere Herausforderung, die jetzt die Verwaltung hat umdenken lassen. Diese stellt jetzt eine Beschlussvorlage zur Abstimmung, in der ein anderer Lückenschluss umgesetzt werden soll: Statt über den Löwenwall soll es über die Museumsstraße und Adolfstraße weiter zum Kennedy-Platz gehen. Das wäre also ein Umweg, der die Radler zweimal über den westlichen Umflutgraben der Oker führen würde.

Was ist also das Problem am Löwenwall? Die Verwaltung erklärt in ihrer Beschlussvorlage, über die Ende April im städtischen Mobilitätsausschuss abgestimmt wird: Eine fachliche Prüfung habe ergeben, dass eine Trassenführung über den Löwenwall grundsätzlich realisierbar wäre. Dabei seien die spezifischen Anforderungen der beteiligten Ressorts – neben den baulichen Aspekten sind auch Denkmalschutz und Stadtgrün beteiligt – berücksichtigt worden.

Bauliche Lösung würde mindestens eine Million Euro kosten


Die Streckenführung über den Löwenwall sei allerdings nur möglich mithilfe eines "planungs- und flächenintensiven Ingenieurbauwerks im Bereich der Kurt-Schumacher-Straße", um den dortigen Höhenunterschied zu überwinden. Das habe die Prüfung der Verwaltung ergeben. Am Löwenwall, wo die Veloroute eigentlich entlangführen sollte, wäre also der Bau etwa einer Rampe erforderlich. Laut Kostenschätzungen der Verwaltung wäre für eine solche Lösung mit einem Investitionsvolumen im siebenstelligen Bereich zu rechnen.

"Aus Sicht der Verwaltung steht dieser massive bauliche und finanzielle Aufwand in keinem angemessenen Verhältnis zum verkehrlichen Nutzen bei einer isolierten Betrachtung dieses Teilabschnitts", heißt es in der Begründung der Verwaltung zu ihrem Beschlussvorschlag.

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