Autokorso nach Berlin legt besonderen Stopp in unserer Region ein

Morgen früh startet eine Protestfahrt in Emden Richtung Bundestag, die auch durch unsere Region rollt. Die hiesige Polizei ist vorbereitet.

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Hohe Spritpreise: Das ist der Hauptgrund für den Autokorso, der in Wolfsburg einen Stopp einlegen wird.
Hohe Spritpreise: Das ist der Hauptgrund für den Autokorso, der in Wolfsburg einen Stopp einlegen wird. | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Region. Der "größte Generalstreik, den es je gab" sollte es laut Organisator werden, nun wird es immerhin ein Autokorso sein, der am morgigen Freitag um 9 Uhr morgens im ostfriesischen Emden startet und in Berlin am Platz der Republik vor dem Bundestag gegen 18 Uhr vorfahren soll. So hat es der Organisator Sebastian Bormann aus Emden geplant und über Videos in den sozialen Medien verkündet. Er will damit gegen hohe Spritpreise demonstrieren, kündigt aber unter anderem auch an, Friedrich Merz als Bundeskanzler abwählen zu lassen und Neuwahlen herbeiführen zu wollen. Unsere Region spielt in der Routenführung seines Protestzugs eine wichtige Rolle.



Bormann habe Genehmigungen für alle Streckenabschnitte erhalten, verkündet er. Die gesamte Fahrt führt ausschließlich über Bundesstraßen. Von Emden geht es weiter über Cloppenburg, Vechta, Nienburg und Celle. Ursprünglich sollte der Konvoi wohl über Hannover fahren. Die Polizei Osnabrück habe aber eine Route weiter nördlich vorgegeben. So fährt der Korso jetzt über Uetze und von dort weiter durch den Landkreis Gifhorn über die B188. Laut Angaben des Organisators ist die Durchfahrt bei Gifhorn um 13.30 Uhr geplant.

Von Gifhorn über Wolfsburg und Helmstedt geht es weiter Richtung Berlin


Von dort geht es weiter durch das Wolfsburger Stadtgebiet – etwa um 14.20 Uhr. Danach berührt der Korso auch noch den Landkreis Helmstedt: Nördlich von Danndorf geht es immer noch weiter über die B188. Dort verlassen die Protestfahrer dann aber Niedersachsen und erreichen Sachsen-Anhalt – über Oebisfelde geht es weiter Richtung Bundeshauptstadt.

Bis zur Landesgrenze werden Beamte der Polizeiinspektion Gifhorn diesen Konvoi begleiten. Sie werden den Protestzug an der sogenannten Kreuzkrug-Kreuzung zwischen B188 und B214 westlich von Meinersen übernehmen und begleiten ihn über Wolfsburg bis zur Landesgrenze. "Da übergeben wir die Versammlung an die Kollegen aus Sachsen-Anhalt", berichtet Christoph Nowak, Pressesprecher der Polizei Gifhorn. Dabei befinden sich die Gifhorner Polizisten stets im Austausch mit der Polizei Osnabrück, die den Gesamteinsatz leitet.

Korso tankt in Wolfsburg auf


In Wolfsburg steht für die "sich fortbewegende Versammlung", wie die Polizei den Autokorso nennt, ein besonderer Stopp auf dem Programm. "Es ist geplant, dass sie beim Parkplatz Allerpark halten, in Wolfsburg tanken und dann weiterfahren", erklärt Nowak.

Wie die Polizei sich für diesen Einsatz aufstellen wird, verrät der Pressesprecher aus taktischen Gründen nicht. "Wir werden auf alle Eventualitäten vorbereitet sein", so Nowak. Ein großes Fragezeichen steht ohnehin noch hinter der Anzahl der Demonstrationsteilnehmer. Organisator Bormann wird wohl mit 20 Begleitern in Emden aufbrechen und will auf dem Weg weitere Teilnehmer einsammeln. "Ob die mit 20 oder 200 Autos hier ankommen, wissen wir nicht", sagt der Polizeisprecher.

Rund um die B188 kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen


Fest steht allerdings: Der Korso gilt nicht als Kolonne und muss sich daher an alle geltenden Verkehrsvorschriften halten. "Wir werden im Einzelfall entscheiden, ob es sinnvoller ist, dem Korso Vorrang zu geben, wenn es dadurch zum Beispiel für alle anderen einfacher wird", lässt Nowak durchblicken. Mit Verkehrsbehinderungen ist während der Durchfahrt des Versammlungszugs wohl zu rechnen.

Der Polizei kommt bei dem Einsatz die Aufgabe zu, diese Versammlung zu schützen. "Wir sorgen dafür, dass sie ordnungsgemäß ablaufen kann", erklärt Nowak. Er hofft, dass alles reibungslos vonstattengehen wird und die Gifhorner Polizisten am frühen Nachmittag den Korso ohne Zwischenfälle an die Kollegen aus Sachsen-Anhalt abgeben können.

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