Braunschweig. Eine 34-jährige Frau brach am Dienstagabend vor dem Schlossplatz in Braunschweig zusammen. Ihr Begleiter alarmierte sofort die Rettungskräfte über den Notruf. Zwei Passantinnen, die auf die Situation aufmerksam wurden, zögerten nicht und begannen umgehend mit Erste-Hilfe-Maßnahmen, einschließlich Reanimation.
Die eingetroffene Besatzung eines Rettungswagens setzte die medizinische Versorgung fort. Nachdem die Frau stabilisiert werden konnte, wurde sie in ein Krankenhaus gebracht, teilt die Polizei mit.
Gaffer behindern Rettungsmaßnahmen
Zahlreiche Schaulustige behinderten die Rettungsmaßnahmen, indem sie sich um die hilflose Frau scharten. Trotz Aufforderungen der Polizei, den Bereich zu räumen, reagierten viele widerwillig oder ignorierten die Anweisungen. Drei Polizeistreifen waren nötig, um die Menge, darunter auch Eltern mit Kindern, zu vertreiben. Die Feuerwehr errichtete zusätzlich einen Sichtschutz.
Markus Glomb, Leiter des Polizeikommissariats Braunschweig-Mitte, lobte die Ersthelferinnen für ihren Einsatz. Er kritisierte jedoch das Verhalten der Gaffer scharf: "Ein solch sozialschädliches Verhalten ist nicht hinnehmbar und kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen."

