Düsseldorf. Der Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag, Jochen Ott (SPD), fordert die NRW-Landesregierung auf, auch Kommunen die Einrichtung von Alkoholverbotszonen zu gestatten. Das berichtet die "Rheinische Post".
Hintergrund ist die Ankündigung der Deutschen Bahn, bis Oktober Alkoholverbote in allen Bahnhöfen einzuführen. Ott sagte der Zeitung, es sei unverständlich, dass die Landesregierung den Kommunen diese Möglichkeiten an anderen bekannten Problemorten weiterhin vorenthalte. Städte und Gemeinden wüssten selbst am besten, wo es regelmäßig zu alkoholbedingten Konflikten komme - sei es auf Plätzen, in Parks oder an anderen Hotspots. Sie bräuchten deshalb endlich die rechtliche Möglichkeit, dort zeitlich und örtlich begrenzte Alkoholverbote anzuordnen.
Ott verwies auf einen entsprechenden Vorstoß seiner Fraktion, der aber von CDU und Grünen abgelehnt worden sei. Wer Alkoholverbote an Bahnhöfen für richtig halte, könne den Städten und Gemeinden nicht gleichzeitig die Hände binden, so der SPD-Politiker. Er forderte die Landesregierung auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben. Für mehr Sicherheit vor Ort brauche man keine weiteren Ausreden, sondern mehr Handlungsmöglichkeiten für diejenigen, die täglich Verantwortung übernehmen.
SPD-Fraktionschef in NRW fordert begrenzte Alkoholverbotszonen
Der Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag, Jochen Ott (SPD), fordert die NRW-Landesregierung auf, auch Kommunen die Einrichtung von Alkoholverbotszonen zu gestatten.
Jochen Ott (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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