NABU appelliert: Kein „Festival of Lights“ im eigenen Garten!

Dieses von vielen als stimmungsvoll wahrgenommene Event solle nicht zum Anlass genommen werden, auch private Gärten weiter mit LEDs auszustatten.

Der NABU bittet, auf Beleuchtung im Garten weitgehend zu verzichten. Symbolbild
Der NABU bittet, auf Beleuchtung im Garten weitgehend zu verzichten. Symbolbild | Foto: pixabay

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Braunschweig. Der NABU Braunschweig hat mit seiner Kampagne gegen Lichtverschmutzung „Auch Löwen brauchen Dunkelheit“ in vielfältigen Veranstaltungen und Aktionen auf die mit nächtlicher Beleuchtung verbundenen Natur- und Umweltprobleme hingewiesen. Anlässlich der Lichtshow „Festival of Lights", die ab dem 28. Oktober in der Innenstadt von Braunschweig stattfindet, appelliert der NABU in einer Pressemitteilung an die Bürger der Stadt.



Dieses von vielen als stimmungsvoll wahrgenommene Event solle nicht zum Anlass genommen werden, auch private Gärten weiter mit LEDs auszustatten. "Licht begleitet uns seit den Anfängen der Menschheit und ist ein Sinnbild für Sicherheit und Lebensfreude. Vielleicht erzeugen auch deswegen Großereignisse wie der Lichtparcours oder auch das jetzt bevorstehende Festival eine hohe Attraktivität. Wir bitten aber alle Bürger und Bürgerinnen ausdrücklich darum, auf nicht notwendiges und von Menschen nicht gesehenes Licht auf den Balkonen, in den Gärten und um die Häuser zu verzichten", so Hans-Henning Gerberding vom NABU Braunschweig.

Insekten häufig nachtaktiv


Man beklage einerseits den massiven Rückgang von Biodiversität und fördere genau das durch zu viel Licht. Die überwiegende Anzahl von Insekten sei nachtaktiv und nutze den Lebensraum Nacht vorwiegend für die Vermehrung. Durch nächtliche Lichtverschmutzung seien die nachtaktiven Arten wissenschaftlich nachgewiesen um 10 Prozent stärker gefährdet als die tagaktiven.

"Dass wir im Gegensatz zu früher kaum noch Insekten um Laternen oder andere Lichtquellen vorfinden, bedeutet, dass ihre Populationen massiv geschrumpft sind und damit auch ein Teil der Lebensgrundlage unserer Singvögel und Fledermäuse verloren gegangen ist. Weil Vögel tagsüber kaum noch Raupen und Larven von Insekten finden, müssen wir auch im Sommer zufüttern", erläutert der NABU. Auf Lichtverschmutzung - soweit es geht - zu verzichten, helfe also nicht nur den Insekten, sondern auch Vögeln, Fledermäusen und letztlich auch dem Mensch.

Persönlicher Ausgleich für die Natur


Deswegen bittet der NABU Braunschweig alle Bürger darum, dieses freudige Event mit einem persönlichen Ausgleich für die Natur zu verbinden: "Ahmt die Lichtshow nicht nach, verzichtet, wo es möglich ist, auf Garten- und Hausbeleuchtung!"

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