Braunschweig. Wie berichtet, laufen seit Anfang Oktober im Autobahnkreuz Ölper Arbeiten. Wie es in einer Pressemitteilung der Autobahn GmbH hieß, werde eine zusätzliche Verbindungsrampe zwischen den Autobahnen A391 und A392 hergestellt. Doch offenbar ist das "zusätzlich" relativ zu sehen. Denn die Rampe soll die marode Überfliegerbrücke von der A392 auf die A391 ersetzen. Und das vermutlich dauerhaft.
Eigentlich sollte die baufällige Brücke am Ölper Knoten schon vor zwei Jahren abgerissen und neu gebaut werden. Das Projekt wurde dann aber wegen fehlender finanzieller Mittel verschoben. Nun erhielt die Redaktion eine Pressemeldung der regionalen Politiker Dr. Andreas Hoffmann und Leonhard Pröttel (beide Bündnis 90 / Die Grünen), in der es heißt, die Autobahn GmbH wolle ganz auf den Überflieger verzichten.
Notwendigkeit wird geprüft
Auf Anfrage von regionalHeute.de bestätigt die Autobahn GmbH dies weitgehend. "Aufgrund der hohen Kosten für einen Ersatzneubau, wird derzeit die Notwendigkeit des Überfliegers geprüft. Vorerst wird der Überflieger durch ein sogenanntes 4. Ohr im Autobahnkreuz Ölper ersetzt", so ein Sprecher der Gesellschaft.
Die Autobahn GmbH verweist auf den Bau der neuen Verbindungsrampe. Die Fertigstellung sei für Anfang Dezember geplant. Das neu entstandene 4. „Ohr“ im Nordwesten des Autobahnkreuzes soll den Überflieger vorerst ersetzen. Mehr zur Verkehrsführung während der Arbeiten kann man im Artikel "Autobahnkreuz Ölper: Ausbau startet – Einschränkungen bis Dezember" lesen.
Abriss noch nicht terminiert
Wann der marode Überflieger abgerissen wird, steht noch nicht fest. Dieser werde voraussichtlich innerhalb der 2. Jahreshälfte 2027 zurückgebaut, ein genauer Termin sei derzeit noch nicht festgelegt, so der Sprecher der Autobahn GmbH.

