Braunschweig. Mit zwei neuen Präsidiumsmitgliedern und einem neuen Ressort stärkt die TU Braunschweig die Bereiche, auf die es jetzt besonders ankommt: Spitzenforschung mit hoher gesellschaftlicher und globaler Relevanz sowie eine zukunftsfähige Lehre. Das erklärt die TU in einer Pressemitteilung. Hintergrund: Am heutigen Mittwoch bestätigte der Senat der TU Braunschweig den Wahlvorschlag von Präsidentin Angela Ittel für die nebenberuflichen Vizepräsidenten für die Amtszeit von Mai 2026 bis April 2028.
Wie es in der Pressemitteilung heißt, verbinde die Universität damit Kontinuität und Erneuerung zugleich: Bewährte Erfahrung bleibt an Bord, während das Präsidium dort neu aufgestellt wird, wo Hochschulen heute besonders gefordert sind. Mit zwei neuen Vizepräsidenten, zwei bestätigten Amtsinhabern und einem neu geschaffenen Ressort setzt die Universität ein klares Zeichen: Starke, international sichtbare Forschung und innovative Lehre rücken in das Zentrum der strategischen Entwicklung.
TU Braunschweig stellt sich neu auf
„Universitäten müssen sich in Zeiten von Krisen, demografischem Wandel und Künstlicher Intelligenz in Forschung und Lehre neu aufstellen. Die großen Aufgaben unserer Zeit verlangen starke international ausgerichtete Forschung und eine Lehre, die junge Menschen zu Changemaker*innen ausbildet und sie für eine unsichere Zukunft befähigt. Dafür braucht es Vertrauen, Klarheit und ein Präsidium, das genau diese Aufgaben in den Blick nimmt“, erklärt Präsidentin, Angela Ittel
Markus Henke, Professor für Elektrische Antriebe, übernimmt künftig das Ressort Forschung sowie die Bündelung der Querschnittsaufgaben im Bereich Internationales. Das neu eingerichtete Ressort Lehrinnovation wird von Stefanie Hartz, Professorin für empirische Weiterbildungsforschung, geleitet. Knut Baumann, Professor für Medizinische und Pharmazeutische Chemie, wurde für eine weitere Amtszeit bestätigt und wird weiterhin den Bereich Studium verantworten. Auch Arno Kwade, Professor für Mechanische Verfahrenstechnik und Partikeltechnik, wird seine Arbeit im Präsidium fortsetzen und in der kommenden Amtszeit die Ressorts Transfer und Innovation weiter ausbauen.
Das Präsidium der TU Braunschweig setzt sich so zusammen:
Präsidentin: Prof. Dr. Angela Ittel
Hauptberuflicher Vizepräsident für Personal, Finanzen und Hochschulbau: Dietmar Smyrek
Hauptberuflicher Vizepräsident für Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Prof. Dr.-Ing. Manfred Krafczyk
Vizepräsident für Forschung und Internationales: Prof. Dr.-Ing. Markus Henke
Vizepräsident für Studium: Prof. Dr. Knut Baumann
Vizepräsidentin für Lehrinnovation: Prof. Dr. Stefanie Hartz
Vizepräsident für Transfer und Innovation: Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade
Forschung und Internationales
Im Ressort „Forschung und Internationales“ stärkt die TU Braunschweig einen zentralen Zusammenhang: Forschung entfaltet ihre volle Kraft heute dort, wo sie international anschlussfähig ist – in Kooperationen, Netzwerken und globalen Partnerschaften. Die neue Struktur hilft dabei, Forschungsprofil und internationale Ausrichtung noch enger aufeinander zu beziehen, Synergien besser zu nutzen und die TU Braunschweig im globalen Wissenschaftsraum sichtbar zu positionieren.
Forschung und Internationales mit Wirkung stärken
Mit Professor Markus Henke wurde ein Wissenschaftler ins Präsidium gewählt, der mit überzeugender Führungsstärke und technologischer Expertise eine Brücke zwischen Grundlagenforschung in ihrer ganzen Breite und anwendungsnaher Forschung schlägt. Er bringt Erfahrung aus der Automobilindustrie mit, ist Professor für Elektrische Antriebssysteme und leitet das Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen. Damit vertritt er ein für die Region Braunschweig ebenso relevantes wie für internationale Innovations- und Forschungszusammenhänge wichtiges Feld.
„Die Herausforderungen unserer Zeit verlangen Forschung, die international vernetzt neue Zusammenhänge erschließt. Mein Ziel ist es, insbesondere die transdisziplinäre Forschung als elementare Stärke der TU weiter auszubauen und in Kooperation mit unseren außeruniversitären Forschungspartnern ein attraktives Umfeld für sichtbare und wirksame Forschung in einer vernetzten Welt zu schaffen“, lässt Professor Markus Henke durchblicken.
Ein neues Ressort: Lehrinnovation
Mit dem neuen Ressort „Lehrinnovation“ stärkt die TU Braunschweig einen Bereich, der für die Zukunftsfähigkeit von Hochschulen zunehmend wichtiger wird. Innovative Lehrangebote entscheiden darüber, ob Studierende einer Hochschule ihr Vertrauen schenken. Für die TU Braunschweig bedeutet das: Die Frage, wie attraktiv, zeitgemäß und überzeugend ein Studienangebot ist, gewinnt weiter an Gewicht. Gerade in einer Zeit, in der die Bedeutung von Hochschulbildung in der Gesellschaft neu verhandelt wird und Hochschulen massiv um Studierende werben, ist das ein wichtiges Signal.
Lehre für die Zukunft
Mit Professorin Stefanie Hartz übernimmt eine Wissenschaftlerin dieses Ressort, die für genau dieses Feld besondere Expertise mitbringt. Sie ist wissenschaftliche Leiterin des Kompetenzzentrums Hochschuldidaktik für Niedersachsen und forscht zu den Themen Lehr-Lern-Forschung, Kompetenzentwicklung von Lehrenden sowie Weiterbildungs- und Hochschulforschung. Damit steht sie für eine Lehre, die wissenschaftlichen Anspruch und gute Lernbedingungen vereint.
„Lehrinnovation heißt für mich, wissenschaftliche Qualität und gute Lernbedingungen zukunftsgerichtet zusammenzudenken. Ich möchte dazu beitragen, dass die TU Braunschweig Räume schafft, in denen Lehrende ihre Lehre kreativ weiterentwickeln können und Studierende Lehre erleben, die anspruchsvoll, relevant, partizipativ sowie anwendungs- und grundlagenorientiert gleichermaßen ist“, so Professorin Stefanie Hartz

