Quartiersgarage gegen Parkdruck: Deswegen fallen diese drei Standorte durch

Die Verwaltung war im Östlichen Ringgebiet auf der Suche nach einem Standort für solche Parkhäuser. Drei Orte kamen in die engere Auswahl, fielen aber letztlich alle durch.

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Parkplätze im Östlichen Ringgebiet: Die meisten sind belegt (Symbolbild).
Parkplätze im Östlichen Ringgebiet: Die meisten sind belegt (Symbolbild). | Foto: regionalHeute.de

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Braunschweig. Zu wenige Parkplätze und zu wenige Möglichkeiten, neue zu schaffen: So lassen sich die Herausforderungen für den ruhenden Verkehr im östlichen Ringgebiet darstellen. Schon vor zwei Jahren hatte ein Antrag der beiden Stadtratsfraktionen SPD und Grüne die Verwaltung beauftragt, nach Standorten zu suchen, an denen Quartiersparkplätze entstehen könnten, um den Parkdruck im Stadtteil zu mildern. Jetzt präsentiert die Stadt Braunschweig das Ergebnis ihrer Suche.



Im städtischen Ausschuss für Planung und Hochbau liegt jetzt die Stellungnahme der Verwaltung vor. Auch darin legt die Stadt noch einmal die Schwierigkeiten dar, die sich im "Östlichen" auftun. Der Stadtteil ist dicht bebaut. Freie Flächen gibt es so gut wie keine. Es sei also fast unmöglich, "geeignete und verfügbare Flächen für Quartiersgaragen zu identifizieren", die sich noch dazu wirtschaftlich betreiben ließen, heißt es zu den gewünschten Orten, an denen solche Parkhäuser oder Tiefgaragen entstehen könnten.

Städtische Flächen gibt es dort keine mehr


Ein Zwischenfazit der Stadt lautete daher: "Eine geeignete, rein städtische Freifläche für die Bebauung mit einem standardisierten und damit relativ kostengünstigen Quartiersparkhaus im östlichen Ringgebiet konnte nicht identifiziert werden." Damit war die Suche aber noch nicht beendet. Jetzt ging es an die Frage, ob es mögliche Flächen gibt, die nicht der Stadt gehören, sondern einem anderen Eigentümer.

Auf diese Weise hat die Stadt dann doch noch drei Grundstücke gefunden, die – theoretisch – als Fläche für eine Quartiersgarage infrage kämen. Dabei handelte es sich um einen Garagenhof am Gliesmaroder Bahnhof, eine Stellplatz- und Grünfläche am Finanzamt Altewiekring sowie eine Stellplatzfläche am Bundesvermögensamt / Hauptzollamt an der Kasernenstraße.

Eigentümer will seine Flächen nicht verkaufen


Von diesen komme aus städtebaulicher Sicht der Garagenhof am Gliesmaroder Bahnhof am ehesten infrage, heißt es in der Stellungnahme. Eine kleinere Teilfläche gehöre bereits der Stadt. Mit dem Bau könnte die wenig genutzte Fläche direkt am Bahnhof intensiv genutzt werden. Ergänzende Funktionen wie Wohnen, Handel und Dienstleistungen könnten die Finanzierbarkeit etwas erleichtern und den Baukörper städtebaulich ins Umfeld integrieren. Insgesamt könnte so das Bahnhofsumfeld weiter aufgewertet werden. Aufgrund der Erfahrungen der bisherigen Gespräche mit dem Eigentümer könne eine Verkaufsbereitschaft aktuell aber ausgeschlossen werden, heißt es dort weiter.

Die beiden anderen Flächen, die dem Bund und dem Land gehören, werden derweil bereits anders genutzt. Außerdem müssten sie, um als Ort für eine Quartiersgarage zu dienen, erweitert werden. Dafür wären wieder Grundstücke weiterer Eigentümer einzubeziehen.

Somit fallen am Ende alle drei Flächen doch wieder durch bei der Standortsuche. Für die Verwaltung sei jeweils "keine realistische Möglichkeit erkennbar, ein Quartiersparkhaus zu errichten."

Stattdessen setze die Stadt auf ein anderes Vorgehen. Sie werde weiterhin den beschlossenen Mobilitätsentwicklungsplan verfolgen und sieht vor, einen darin enthaltenen „Masterplan Parken“ aufzustellen. Damit sollen auch die Quartiersgaragen erneut zum Thema werden – und welche Möglichkeiten für sie im gesamten Stadtgebiet bestehen. Fest steht: Den Parkdruck vom Kessel Östliches Ringgebiet nehmen, werden diese Planungen erst mal nicht.

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