Braunschweig. Das Ringgleis ist in zahlreichen Abschnitten längst ein vielgenutzter Rad- und Fußweg, der um die Braunschweiger Innenstadt außerhalb des Stadtrings herumführt. Das 2001 gestartete Projekt ist dabei längst nicht beendet. Zum aktuellen Stand der Teilprojekte informiert jetzt die Verwaltung den Rat der Stadt.
Beim Ringgleis handelt es sich um einen – zum größten Teil vom Straßenverkehr isolierten – Freizeitweg, der auf dem ehemaligen Gleisbett früherer Bahnlinien oder aber entlang noch betriebener Bahnstrecken einmal um die Stadt herumläuft. Seit 2001 wurden unterschiedliche Abschnitte fertiggestellt und teilweise bereits erneuert. Dabei ist der Ring noch nicht ganz geschlossen. Wie es um Projekte in einigen Abschnitten steht, darüber setzt die Stadtverwaltung jetzt unter anderem in der Ratssitzung für Mitteilungen außerhalb von Sitzungen die Öffentlichkeit in Kenntnis.
Einzelne Teilprojekte sollen dieses Jahr fertig werden
Noch dieses Jahr fertiggestellt werden sollen demnach die Ringgleisschleife Süd-Ost und der Jugendplatz / Quartiersplatz am Gliesmaroder Bahnhof unmittelbar am Ringgleis.
Baubeginn im Mai hat derweil das Teilprojekt Anpassung der Wegeführung am künftigen Mütterzentrum / ehemaligen Westbahnhof, das über Städtebaufördermittel finanziert werde. Die Anbindung Helenenweg sei in Vorbereitung, die Umsetzung bis 2027 geplant. Eine Finanzierung über Städtebaufördermittel sei nach derzeitigem Stand möglich, lässt die Verwaltung durchblicken.
Für den Ringgleisabzweig Messegelände bis Fabrikstraße habe die Stadt inzwischen die entsprechenden Flächen angekauft. Eine Umsetzung werde im Rahmen des Projektes Am Alten Bahnhof geprüft.
Brückenschlag-Süd: Hier soll die Lücke im Ringgleis geschlossen werden
Eins der größten Teilprojekte stellt wohl der Brückenschlag-Süd dar. Dieser verfolgt das Ziel, die Lücke im Ringgleis-System zwischen der sogenannten Echo-Brücke am Kennel und der Borsigstraße zu schließen, indem auch dort das Ringgleis über das ehemalige Bahnnetz entlang der Eisenbahnbrücken über die Oker sowie über die Wolfenbütteler und die Salzdahulmer Straße geführt wird.
Diese Maßnahme, bei der auch die Deutsche Bahn als Eigentümerin der drei Eisenbahnbrücken eingebunden ist, soll Teil des Städtebaufördergebietes Bahnstadt werden. Stadt und Bahn hatten vor gut einem halben Jahr signalisiert, dass sie auf einem guten Wege seien, dieses Projekt voranzutreiben. Entsprechende Vorbereitungen würden bereits laufen, berichtet die Verwaltung. Damit könnte die Finanzierung von Planung und Bau der Trasse über Städtebaufördermittel sichergestellt werden.
In Klärung mit der Deutschen Bahn sei derzeit, in welchem Umfang Gutachten zu eventuell noch erforderlichen Bauwerksprüfungen oder statischen Nachweisen beizubringen seien. Sobald das abgehakt ist, werde die DB die Bauvoranfrage nach bahneigenen Kriterien weiterbearbeiten. Danach könnte ein entsprechendes Vertragswerk entstehen. Dazu werden letzte Abstimmungen getätigt. Danach könnten Planung und Ausschreibung weiter vorangebracht werden, teilt die Stadtverwaltung mit.

