Braunschweig. Die Braunschweiger Nordstadt befindet sich seit Jahren in einer gewaltigen Wandlungsphase. Neubaugebiete entlang der Spargelstraße prägen dort unter anderem das Bild. Bei einem etwas kleineren Baugebiet gleich in der Nähe herrscht derweil augenscheinlich Stillstand. Die Fläche zwischen Mittelweg und Hamburger Straße nördlich des Rebenrings und nördlich an das Ringgleis angrenzend wurde zwar abgeräumt – dort stand unter anderem einst ein Aldi-Markt. Auch die Straßenschilder am Pantherring und am Tuchmacherring stehen bereits. Nur neue Wohnbauten oder entsprechende Bauarbeiten lassen – bis auf ein paar Ausnahmen – auf sich warten. Auf eine Anfrage zu dem Komplex aus dem Stadtbezirksrat Nordstadt hat die Verwaltung jetzt eine Antwort gegeben.
So fragte die örtliche Fraktion Bündnis 90/Grüne nach dem aktuellen Stand der Dinge und danach, wann mit weiteren Arbeiten zu rechnen sei. In der Grünen-Anfrage heißt es ebenfalls: "Nachdem die vorher bestehende Bebauung bereits vor längerer Zeit abgeräumt wurde und eine Baustraße hergerichtet wurde, stehen die Bauarbeiten bereits seit geraumer Zeit still." Teile des Geländes würden Anwohner zeitweise als Parkraum nutzen.
Baugebiet ist technisch erschlossen
Zum aktuellen Sachstand beim Baugebiet „Mittelweg-Südwest“ – so der offizielle Name – bestätigt die Verwaltung: Es sei technisch erschlossen und die Baustraßen seien hergestellt. "Somit ist die Erschließung der Baugrundstücke gesichert", erklärt die Stadt. Ein Endausbau der Straßen werde "jedoch wie üblich erst nach Realisierung des überwiegenden Teils des Hochbaus erfolgen, um Beschädigungen der endausgebauten Verkehrsanlagen durch Baufahrzeuge zu vermeiden."
Aber wann gehen dort endlich die ersten Häuslebauer zu Werke? Einige wenige Häuser sind dort im Abschnitt mit der Adresse Tuchmachering schon fertiggestellt. Die Verwaltung bestätigt: "Erste Bauvorhaben im südwestlichen und westlichen Bereich des Plangebietes sind bereits umgesetzt und bezogen." Das macht aber nur einen kleinen Teil des Gebiets aus. Von der Verwaltung heißt es weiter: "Aktuell ist die Realisierung des Baublocks südlich des Pantherrings in Planung.".
Stellen die abgestellten Autos eine Gefahr dar?
Zu den im Baugebiet parkenden Autos hatte die Grünen-Fraktion noch eine weitere Sorge formuliert. In der Anfrage heißt es: "Außerdem stehen mehrere schrottreife Fahrzeuge auf dem Gelände, die teilweise mutwillig zerstört werden und wurden." Dazu stelle sich die Frage, ob die Verwaltung sicherstellen könne, dass aus diesen Vehikeln keine Schadstoffe ausfließen.
Die Berufsfeuerwehr Braunschweig und die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt würden diese Fahrzeuge für Übungszwecke zur technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen nutzen, berichtet die Stadt jetzt dazu. Das erkläre auch die Beschädigungen an den Fahrzeugen. Ein Autoverwerter würde diese Fahrzeuge anliefern. Dieser habe sich vertraglich verpflichtet, die Autos restzuentleeren, also sicherzustellen, dass keine Betriebsstoffe mehr enthalten sind.
