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Stolperstein für Dr. Heinrich Jasper



Stolperstein für Dr. Heinrich Jasper

von Sina Rühland


Foto: Sina Rühland




Braunschweig. Zum Gedenken an den ehemaligen Ministerpräsidenten des Freistaates Braunschweig Dr. Heinrich Jasper hat der Künstler Gunther Demning am Montag einen Stolperstein vor dem Wilhelm-Gymnasium verlegt. Von den Nationalsozialisten verfolgt, starb Heinrich Jasper am 19. Februar 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

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Stolperstein für Dr. Heinrich Jasper. Foto: Sina Rühland




Abiturient des Wilhelm-Gymnasiums, Rechtsanwalt, Mitglied der Braunschweiger Sozialdemokraten, Abgeordneter des Braunschweigischen Landtages und mehrfach gewählter Ministerpräsident: Heinrich Jasper setzte sich Zeit seines Lebens für die demokratischen Grundwerte ein. Bereits kurz nach der Machtergreifung 1933 begannen die Nationalsozialisten Jasper zu verfolgen. Im selben Jahr wurde er unter einem Vorwand verhaftet und in Schutzhaft genommen. Nach 6-jähriger Gefangenschaft im Konzentrationslager Dachau kam er 1939 aus ungeklärten Gründen für wenige Wochen frei – immer wieder psychisch und physisch durch das nationalsozialistische Regime misshandelt und verfolgt, starb Dr. Heinrich Jasper 1945 im KZ Bergen-Belsen. Seinen Leichnam hat man in einem Massengrab beerdigt.


Um an Dr. Heinrich Jasper und sein Wirken zu erinnern, findet am Montag, 29. Juni, um 19 Uhr in der Aula des Wilhelm-Gymnasiums eine öffentliche Gedenkstunde statt.

Über die Stolpersteine


Der Berliner Künstler Gunther Demning hat das Projekt Stolpersteine im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Demning setzt seither mit den kleinen Messingschildern Zeichen zur Erinnerung an die vertriebenen und getöteten Menschen jüdischen Glaubens zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Bis heute sind in zahlreichen Ländern Europas knapp 53.000 Steine in Gehwege und Straßen eingelassen. Gunther Demning initiierte damit eines der größten Mahnmale der Welt. Braunschweig ist ein Teil dieses Andenkens.


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