Umbau Hagenmarkt: Wackelt der Fertigstellungstermin?

Seit knapp einem Jahr ist der Hagenmarkt in der Braunschweiger Innenstadt eine Großbaustelle. Die Sorge ist groß, dass der Zeitplan nicht eingehalten werden kann.

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Der Hagenmarkt ist derzeit eine Großbaustelle.
Der Hagenmarkt ist derzeit eine Großbaustelle. | Foto: Matthias Kettling

Braunschweig. Wer aktuell den Hagenmarkt überqueren möchte, braucht vor allem eines: starke Nerven. Seit fast einem Jahr prägen Bagger, Absperrgitter und aufgerissene Fahrbahnen das Bild eines der zentralsten Plätze Braunschweigs. Und während Autofahrer im dichten Verkehr die Baustelle umfahren und Fußgänger sich ihren Weg durch das Labyrinth aus Zäunen bahnen, wächst die Sorge, dass die geplante Fertigstellung im Sommer in weite Ferne rückt.



Eine Großbaustelle im Herzen der Stadt. Das ist nicht nur für Anwohner und Anlieger anstrengend, sondern vor allem für die am Hagenmarkt ansässigen Geschäfte und Gastronomiebetriebe eine erhebliche Belastung. Wie schwer es derzeit ist, im Schatten der Bagger ein Geschäft zu führen, zeigt das Beispiel des Restaurants „India House“ besonders deutlich. Die prekäre Lage vor Ort spiegelt sich dort in leeren Tischen und ausbleibender Laufkundschaft wider. Seit Beginn der Bauarbeiten im August des vergangenen Jahres sehen sich die Besitzer des India House, das Ehepaar Shrabani Mazumder und Shyamal Das, mit schwindenden Gästen konfrontiert. "Wir haben geahnt, dass es weniger werden würde. Aber nicht, dass es so schlimm wird", sagte Shrabani Mazumder kürzlich im Gespräch mit regionalHeute.de. Und es klingt noch etwas durch: Die Befürchtung, dass die Baustelle länger als geplant bleibt.

Kann der Fertigstellungstermin gehalten werden?


Über den Hagenmarkt geht es derzeit nur auf Umwegen.
Über den Hagenmarkt geht es derzeit nur auf Umwegen. Foto: Matthias Kettling


Anvisiert als Fertigstellungstermin war der August dieses Jahres. Doch kann der Termin gehalten werden. Die Stadtverwaltung erklärt auf Nachfrage, dass es weiterhin das Ziel der Verwaltung sei, die Baumaßnahme sukzessive bis zum Spätsommer abzuschließen. Dabei wurden den Arbeiten zur Wiederherstellung der Fahrbeziehungen Priorität eingeräumt. Auch die Platzränder zu den Hausfassaden im Süden und Westen des Platzes sollen prioritär fertiggestellt werden, sodass die Anlieger und Kunden möglichst frühzeitig wieder ohne Einschränkungen Häuser und Geschäfte erreichen können.


Zu berücksichtigen beim Zeitplan solcher Großbauprojekte seien immer auch äußere Umstände, die die Verwaltung und die von ihr beauftragten Baufirmen nur bedingt beeinflussen können. So sei die Frostperiode zu Beginn des Jahres, in der die Bauarbeiten eingestellt bleiben mussten, ungewöhnlich lang gewesen. "Zudem waren und sind auch weiterhin notwendige baubegleitende archäologische Untersuchungen, die aufwendiger sind als zunächst angenommen, für zeitliche Verzögerungen mitverantwortlich. Insofern ist es auch immer schwer, das Ende von Baumaßnahmen mit konkreten zeitlichen Daten weit im Voraus zu terminieren. Das versuchen wir natürlich, weisen jedoch auch darauf hin, dass wir nicht jede Entwicklung und jedes Detail vorhersehen können. Insofern kann es immer nur um voraussichtliche Fertigstellungstermine gehen", sagt Stadtsprecher Adrian Foitzik.

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