Verkehrserziehungstag - die Retter der Kokosnuss

von Robert Braumann


Die Schüler nehmen den Bohrer zusammen mit Dr. Martin Willmann genau unter die Lupe, mit diesem kann man eine Schädeldecke öffnen. Zu Demonstrationszwecken wurde eine Kokosnuss. Foto: Robert Braumann
Die Schüler nehmen den Bohrer zusammen mit Dr. Martin Willmann genau unter die Lupe, mit diesem kann man eine Schädeldecke öffnen. Zu Demonstrationszwecken wurde eine Kokosnuss. Foto: Robert Braumann | Foto: Robert Braumann



Braunschweig. Seit 2009 gibt es den Verkehrserziehungstag des Klinikums Braunschweig. Mit sieben Interaktiven Standorten wurde auch in diesem Jahr rund 185 Schülern anschaulich näher gebracht, welche dramatischen Folgen Unfälle haben können und wie sie selbst dazu beitragen können sie zu verhindern. 


"Verkehrsunfälle mit Kindern haben für die Betroffenen und ihre Familien oft schwerwiegende und dramatische Folgen. Verglichen mit den hohen Kosten für Erstversorgung und Folgebehandlung bedarf es zur Unfallverhütung nur geringer Mittel", so beschreibt Chefarzt Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann seine Motivation den Verkehrserziehungstag zu konzipieren. Besonders schwere Kopfverletzungen würden immer wieder zu Todesfällen bei




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Initiator Prof. Dr. Wolf-Peter Sollmann (rechts) ließ es sich nicht nehmen an den Interaktiven Stationen mit anzupacken. Hier wird die Reaktionszeit von einem ADAC Mitarbeiter gezeigt. Foto: Robert Braumann


Kinder führen. Prävention können dazu beitragen dies zu verhindern oder die Fälle zu minimieren. Er hat die Veranstaltung vor sechs Jahren ins Leben gerufen und seitdem einige Kooperationspartner gefunden. Unterstützt wird das Projekt vom Bildungszentrum des Klinikums Braunschweig, dem ADAC, der Spedition Wandt, dem Braunschweiger Judo-Club, dem Arbeiter-Samariter-Bund e. V. und der Polizeidirektion Braunschweig. Der ADAC beteiligt sich mit rund 40 Mitarbeitern aus Laatzen. Sie übernehmen arbeiten an dem Tag ehrenamtlich. Die erste Veranstaltung wurde mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Braunschweiger Land (Familie Hinrichs) ins Leben gerufen. Seitdem gibt es das Projekt SURVIVAL (Schadens- und Risikovermeidung im Verkehr aktiv lernen). 2015 wurde sie zum vierten Mal im Bildungszentrum des Städtischen Klinikums Braunschweig durchgeführt.


Teilnehmen konnten rund 185 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Raabeschule, der Realschule am Kennedyplatz, der Haupt- und Realschule Sickte und des Gymnasiums Martino-Katharineum.




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Die Kinder lernten, dass man viel Fingerspitzengefühl beim Bohren braucht. Foto: Robert Braumann


An sieben Interaktiven Stationen, wie dem  Überschlagssimulator, der simulierten OP an einer Kokosnuss und dem Eiercrashtest konnten die Kinder aktiv herausfinden, was sie selbst dazu beitragen können, Unfälle zu verhindern und ihre eigene Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Die Polizei Braunschweig zeigte an einem Unfallfahrrad, wie schwerwiegend die Folgen eines Zusammenpralls sein können. Ines Fricke, Polizei Braunschweig, sagte: "Es ist eine gute Möglichkeit den Kindern präventiv ein paar Dinge mit auf den Weg zu bringen." Die Verkehrserziehung müsse so früh wie möglich ansetzen. Der Braunschweiger Judo-Club zeigte in der Turnhalle an der Naumburgstraße, wie man sich


bei einem Sturz gut abrollen kann und Dr. Martin Willmann, Oberarzt Städtisches Klinikum Braunschweig, Facharzt für Neurochirurgie, zeigte an einer Kokosnuss, was es bedeutet, wenn man eine Schädeldecke öffnen muss und wie so etwas von statten geht. Die Kinder durften Bohrer und Säge zur Hand nehmen und merkten schnell, dass es sehr viel Fingerspitzengefühl benötig, um solch eine OP durchführen zu können.


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