Region. Der Juli geht langsam zu Ende und mit dem August steht uns schon der Höhepunkt des Sommers bevor. Doch zunächst können wir uns am heutigen Mittwochabend auf einen besonders bezaubernden Anblick freuen – der Juli-Vollmond erleuchtet den Himmel.
Bereits im Juni konnten Nachtschwärmer einen besonderen Mond am abendlichen Himmel erspähen. Der Erdbeermond leuchtete über der Region. Der Begriff stammt ursprünglich von den Ureinwohnern Nordamerikas, die damals keinen der heute üblichen Kalender verwendeten. Stattdessen orientierten sie sich an Jahreszeiten und auch Mondphasen. Zur Zeit des Junivollmondes wurden die Erdbeeren reif und die Erdbeerzeit begann.
Daher kommt der Name
Auch der Juli-Vollmond trägt einen klangvollen Namen – im Volksmund wird er Bockmond oder Heumond genannt. Die Namen des jeweiligen Vollmonds orientieren sich oftmals an der Natur und der jeweiligen Jahreszeit – und im Juli findet oftmals die Heuernte statt. Amerikanische Ureinwohner nannten den Vollmond dieses Monats auch Bockmond, weil den männlichen Rehen, den Böcken, zu dieser Zeit ihre Geweihe wuchsen. Gelegentlich ist allerdings auch der Name Donnermond zu hören, der sich auf die Sommergewitter bezieht.
Darum wirkt der Mond so farbintensiv
Wer in den vergangenen Tagen in den abendlichen Himmel geblickt hat, konnte die intensive Färbung des Mondes bereits beobachten – der Bockmond wirkt tiefgelb bis leicht orangefarben. Das liegt daran, dass er tief am Horizont steht – sein Licht muss daher einen besonders langen Weg durch die dichte Erdatmosphäre zurücklegen. Aber auch Staubpartikel, die durch das trockene Sommerwetter begünstigt werden, sorgen für einen Filtereffekt. Um einen echten Blutmond handelt es sich beim Bockmond zwar nicht, sein Anblick ist dennoch beeindruckend. Seinen Höhepunkt erreicht der Vollmond bereits um 16:35 Uhr, wenn die Sonne noch hoch am Himmel steht, doch der Monduntergang findet erst gegen 4:40 Uhr in den frühen Morgenstunden statt. Genug Zeit also, um den Heumond zu bewundern.
Das nächste Himmelsspektakel wartet schon
All jene, die von den Weiten des Weltalls fasziniert sind, sollten sich den 12. August rot im Kalender anstreichen, denn dann erwartet uns eine partielle Sonnenfinsternis. Der Mond wird sich dabei zwischen Erde und Sonne schieben und diese zu 85 bis 90 Prozent verdecken. Wer eine totale Sonnenfinsternis sehen möchte, hat dazu in Grönland, Island, Spanien oder in den Nordpolarmeer- und nördlichen Atlantikbereichen die Gelegenheit.

