Rauch und Explosionen: Feuerwehr im Kleingartenverein gefragt

Gartenhütten in Vollbrand: Feuerwehr verhindert Ausbreitung in Kleingartenanlage.

Die Feuerwehr löschte den Brand im Kleingartenverein.
Die Feuerwehr löschte den Brand im Kleingartenverein. | Foto: Tobias Nadjib/Kreisfeuerwehr Gifhorn

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Gifhorn. Am späten Sonntagabend alarmierte die Einsatzleitstelle um 22:55 Uhr die Ortsfeuerwehr Gifhorn zu einem Brand in der Anlage des Kleingärtnervereins Allerkanal an der Wolfsburger Straße. Mehrere Anrufer hatten ein Feuer mit starker Rauchentwicklung sowie Explosionsgeräusche gemeldet. Der Feuerschein war für die Einsatzkräfte bereits auf der Anfahrt erkennbar.



Die Alarmierung erfolgte unter dem Stichwort „Gebäudebrand mit möglicher Gefahr für Menschenleben“. Diese Befürchtung bestätigte sich nicht: In den betroffenen Lauben befanden sich keine Personen. Verletzt wurde niemand. Nach ersten Erkenntnissen standen zwei Gartenhütten in Vollbrand. Von einer blieb lediglich der Schornstein stehen. Ob sie sich auf einer oder auf zwei Parzellen befanden, war zunächst offen. Der Vorsitzende des Kleingartenvereins kam noch in der Nacht zur Einsatzstelle und unterstützte bei der Zuordnung der betroffenen Parzellen.

Sehr enge Zuwegung


Die Brandstelle lag mittig in der Anlage. Die Feuerwehr baute deshalb zwei Löschangriffe aus unterschiedlichen Richtungen von außen über das Gelände des Kleingartenvereins auf. „Die Zuwegung war sehr eng, wir konnten die Anlage nicht befahren. Insgesamt haben wir vier Strahlrohre eingesetzt. Während unserer Arbeiten gab es keine Explosionen mehr", schildert Einsatzleiter Frank Maiwald, Brandmeister vom Dienst der Gifhorner Feuerwehr, die Lage.

Gasflaschen sorgten wohl für Explosionsgeräusche

Eine mögliche Erklärung für die gemeldeten Geräusche fanden die Einsatzkräfte im Brandschutt: Dort lagen eine Gasflasche, Feuerlöscher sowie mehrere Spraydosen, die teils einige Meter weit geschleudert worden waren.

Im Einsatz waren 49 Feuerwehrkräfte der Ortsfeuerwehr Gifhorn, darunter 22 Atemschutzgeräteträger, sowie Rettungsdienst und Polizei. Die Wolfsburger Straße war während des Einsatzes zeitweise gesperrt. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis weit nach Mitternacht an.

„In dem komplexen Gelände haben sich die Einsatzkräfte schnell orientiert und ihre Strukturen aufgebaut. So konnten sie das Feuer zügig unter Kontrolle bringen und eine Ausbreitung im eng bebauten Bereich erfolgreich verhindern", ordnet Tobias Nadjib, Leiter der Kreisfeuerwehr-Pressestelle, den Einsatz ein.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenhöhe aufgenommen.