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Die Linke stellt Victor Perli als Bundestagskandidaten auf

von Alexander Panknin


Victor Perli (2. v.l.) nach seiner Wahl mit den Vorsitzenden der LINKE-Kreisverbände in Bundestagswahlkreis 49: Michael Ohse, Nadja Frick, Rainer Nagel (v.l.n.r.) Foto: DIE LINKE. Wolfenbüttel
Victor Perli (2. v.l.) nach seiner Wahl mit den Vorsitzenden der LINKE-Kreisverbände in Bundestagswahlkreis 49: Michael Ohse, Nadja Frick, Rainer Nagel (v.l.n.r.) Foto: DIE LINKE. Wolfenbüttel Foto: Die Linke

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23.01.2017

Region. Victor Perli von der Partei DIE LINKE wurde einstimmig zum Direktkandidaten für den Bundestag im Wahlkreis 49 gewählt
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Einstimmig wählten die Mitglieder der LINKEN im Wahlkreis 49 am vergangenen Donnerstag Victor Perli (34) zu ihrem Direktkandidaten für die Bundestagwahl. Perli gilt, so die Partei,als Hoffnungsträger für eine Modernisierung und Verjüngung des Parteilebens. In seiner Bewerbungsrede sei der Geschäftsführer eines Familienbetriebs hart mit der Bundesregierung ins Gericht gegangen. Angela Merkel warf er vor, die „Kanzlerin der sozialen Spaltung“ zu sein, Sigmar Gabriel bezeichnete er als „obersten Politikwechselverhinderer in diesem Land“.

Er kritisierte die hohe Armut in Deutschland und das ungleiche Verhältnis zwischen Arm und Reich. Es würden sich 16 Millionen Menschen am Existenzminimum befinden. In den Mittelschichten greife zunehmend Abstiegsangst um sich und vielen Menschen blieben Aufstiegschancen verwehrt.

DIE LINKE nehme sich in diesem Wahlkampf die zentralen Fragen sozialer Gerechtigkeit in den Mittelpunkt vor: Höhere Steuern für Millionäre, die Entlastung mittlerer und geringer Einkommen, die Wiederherstellung des solidarischen Sozialstaats, den Ausbau der Rechte von abhängig Beschäftigten und Löhne und Renten, die vor Armut schützen. Perli betonte: „Wir müssen eine scharfe Auseinandersetzung mit allen Parteien um soziale Gerechtigkeit und Frieden führen. Statt auf Waffenexporte und Kriegsbeteiligungen, muss die deutsche Außenpolitik auf Frieden und Ausgleich ausgerichtet werden.“

Aber auch Geschlechtergerechtigkeit, die diskriminierungsfreie Teilhabe aller und ein menschlicher Umgang mit Schutzsuchenden seien Eckpfeiler linker Politik. „Die soziale Spaltung verläuft nicht zwischen Männern und Frauen, nicht zwischen hier geborenen oder eingewanderten, nicht zwischen homo- oder heterosexuellen, sondern zwischen oben und unten, zwischen arm und reich. Wir werden nicht zulassen, dass Menschen von rechten Demagogen gegeneinander ausgespielt werden und die soziale Frage durch rückwärtsgewandte Hetze verschleiert wird“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete.

Perli stellte sicham Ende seiner Rede hinter die Grundsätze seiner Partei: „DIE LINKE ist die Partei, die die Interessen der Mehrheit nach sozialer Sicherheit, Gesundheit, Pflege und guter Bildung für alle in den Mittelpunkt stellt. Wir sind der Anwalt hart arbeitender Menschen und von Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und Ungerechtigkeit Betroffener. Wir organisieren den demokratischen Protest gegen die soziale Kälte, sind Vermittler für mehr Miteinander und Menschlichkeit und eine Mitmachpartei für alle, die sich gegen die Ellenbogenmentalität und Ausgrenzung engagieren wollen.“

Zur Person: Victor Perli (34) ist Geschäftsführer eines Familienbetriebs und Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen. Von 2008 bis 2013 war er Abgeordneter für DIE LINKE im Niedersächsischen Landtag, bis 2015 einige Jahre Fraktionsvorsitzender im Wolfenbütteler Kreistag. In Kürze wird sein erstes Buch zum Konflikt um die Atommüllendlagerung in Deutschland erscheinen.


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