DIW befürwortet Energiekostenpauschale für alle

In der Debatte um eine Abfederung der hohen Spritpreise bringt der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, eine einmalige Finanzspritze für alle Bürger ins Spiel.

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Marcel Fratzscher (Archiv)
Marcel Fratzscher (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. In der Debatte um eine Abfederung der hohen Spritpreise bringt der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, eine einmalige Finanzspritze für alle Bürger ins Spiel. "Ich bin für einen Zuschuss, den kriegt jeder direkt in die Tasche", sagte der Ökonom dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochausgaben).


"Die Bundesregierung sollte eine Energiekostenpauschale wie 2022 zahlen, damals waren es 300 Euro pro Kopf", forderte er. "Zugegeben, das kostet eine Menge Geld, aber es wäre auch jetzt ein kluges Instrument und ein klares Signal."

Niemand in Deutschland könne etwas am Ölpreis ändern, sagte Fratzscher. "Aber die Bundesregierung hat den Job, die Folgen abzufedern." Ein direkter Zuschuss zur freien Verwendung sei der beste Weg dafür. Ein Tankrabatt, mit dem die Bundesregierung im Mai und Juni direkt den Sprit subventioniert hatte, sei dagegen "ökonomisch unsinnig und sozial grundfalsch".

Fratzscher sprach sich zudem für eine sogenannte "Übergewinnsteuer" aus. "Prinzipiell bin ich für eine Übergewinnsteuer. Die Ölkonzerne machen sich die Taschen voll, weil es in diesem Markt keinen guten, fairen Wettbewerb gibt", sagte Fratzscher. Bei einer Übergewinnsteuer stecke zwar "der Teufel im Detail", aber ein Preisdeckel sei im Vergleich noch schwerer umzusetzen.